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Mandela als Staatspräsident
Truth and Reconciliation Commission
Die Gefängnisinsel


Die Autoren



Leben in Sektion B des Gefängnisses auf Robben Island

Politische Gefangene wurden in dieser Abteilung in Einzelhaft gehalten




       Tagesablauf

5:30

Aufstehen und Zelle aufräumen

6:00

Frühstück-
besteht aus Maisbrei und Maiskaffee

7:00-11:00

Arbeit im Steinbruch

11:15

Mittagessen-
Gekochte Maiskolben

12:00-14:00

Freizeit im Pausenhof

14:30

Abendessen-
Maisbrei und Gemüse (jeden zweiten Tag altes Fleisch)

15:00-6:00

Zellenaufenthalt-
lernen,schlafen


Kalte Duschen und ToilettenDie Gefangenen verbrachten 16 Stunden am Tag in einer 4 m² großen Zelle. Während dieser Zeit verhielten sie sich vollkommen ruhig, um sich nicht gegenseitig beim Lesen zu stören. Der Hauptzeitvertreib war das Lernen für Examen oder für Analphabeten das Üben von Lesen und Schreiben.Einer der ungerechtesten Strafen war das Abnehmen der Bücher, denn dadurch konnten sie nicht weiter lernen. Die Einrichtung der Zelle bestand aus einer 2 cm dicken Schlafmatte, einer Decke, einem Eimer, welcher als Toilette benutzt wurde, und einem kleinen Schrank. Verständlicherweise blieb wenig Bewegungsfreiheit.

Die Schlafecke mit 'Toilette'

Die Gefangenen hatten fast keinen Kontakt zur Außenwelt. Es durften nur 12 Briefe im Jahr geschrieben werden und nur ein Besuch in 6 Monaten angenommen werden. Das berüchtigte "Zimmer der Zensoren" verschlechterte den Briefverkehr, indem dort Briefe gelesen, verkürzt und zerschnitten wurden um verbotene Informationen auszulöschen.

Steine klopfenUnter der Woche wurden 4 Stunden am Tag im Steinbruch gearbeitet. Auch hier waren die Gefangenen unmenschlicher Bedingungen ausgesetzt. Das grelle Licht des Steinbruchs schadete den Augen und da eine Sonnenbrille nicht zu der Gefangenenuniform passte, litten und leiden die Meisten, auch Nelson Mandela, an Augenerkrankungen.

Die 2-stündige Freizeit wurde im Pausenhof verbracht. Zeitvertreib war das Spielen von Tennis und Volleyball. Pausenhof B war mit Hilfe einer hohen Mauer von den anderen Sektionspausenhöfen getrennt um Kommunikation zwischen politischen und herkömmlichen Gefangenen zu unterdrücken. Mit Hilfe von einem aufgeschlitzten Tennisball gelang es den Gefangenen sich untereinander zu verständigen. Sie schoben eine Notiz in den Ball und schlugen ihn wie aus Versehen über die Mauer. So erfuhren die Wachen nichts und konnten niemanden verprügeln.

Der Freizeithof

Am Wochenende durften die Gefangenen nur eine halbe Stunde pro Tag auf den Hof. Von den Mahlzeiten im Gemeinschaftsraum abgesehen, waren die Gefangenen ansonsten den ganzen Tag in ihrer Zelle eingesperrt.

Eine kurze Geschichte des Inselgebrauchs.
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