Die Zeit der Gefangenschaft des Nelson Mandela
In einem der vielen Gerichtsverfahren gegen Nelson Mandela fiel 1964 gegen ihn und fast die
ganze Spitze der ANC das Urteil der lebenslangen Haft. Eigentlich wurde erwartet, dass sie zur
Todesstrafe verurteilt würden, der Richter de Wet entschied aber, diese nicht zu verhängen.
Diese Gruppe des ANC wurde in das Gefängnis auf Robben Island gebracht. Die ersten Jahre
des Strafvollzuges dort wirkten auf die Gefangenen ausgesprochen hart und entwürdigend, da die
Wärter davon ausgingen, dass sie keine Menschen bewachen, sondern tierähnliche Geschöpfe.
Die schwarzen Gefangenen bekamen schlechteres Essen als die weißen Gefangenen und mussten
auch im Winter in kurzen Hosen und ohne Unterwäsche überleben. Jedoch durch beharrliche
Verhandlungen mit der Gefängnisverwaltung seitens Nelson Mandela wurden die Bedingungen
allmählich humaner.
Während des Aufenthalts auf der "Insel" entwickelten die ANC Mitglieder ein ausgefeiltes
Bildungssystem für die Mitgefangenen, durch welches sie ihre politischen Grundsätze und die
Geschichte der ANC weitergaben. Diese sogenannte "Mandela-Universität" wurde zu einer
einzigartigen Stätte des Lernens und der Erziehung, die sogar das weiße Bewachungspersonal
miteinbezog. Deswegen wurde Anfang April 1982 die Führungsgruppe der ANC aus dem |
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