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Jessica Becker - Die Bundeswehr im Kosovo

 

1. Die Lage im Kosovo

Um Milosevic Einhalt zu gebieten und das albanische Volk zu schützen, reisten Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in den Kosovo ein. Auch während ihrer Arbeit führte der Diktator Slobodan Milosevic seine Repressionspolitik fort: Dörfer wurden niedergebrannt, die albanische Bevölkerung vertrieben oder exekutiert. Das Kosovo wurde weiterhin ethnisch gesäubert. Der deutsche Außenminister Joschka Fischer nannte die Politik des Diktators „barbarisch und einen Höhepunkt des Schlachthauses“ . 
Die OSZE – Beobachter berichteten von den Brutalitäten. Serbische Soldaten stürmten eine Schule, trieben Lehrer und Schüler hinaus, hängten die Lehrer vor den Augen der Schüler auf und vertrieben anschließend die Schulkinder mit Schüssen. 
Albanische Frauen wurden vergewaltigt und anschließend getötet. Schwangeren Frauen schlitzten die serbischen Einheiten den Bach auf, schnitten den Fötus heraus und grillten ihn. Am 15. Januar 1999 verübten die serbischen Soldaten des Diktators Milosevic ein Massaker in Racak bei dem 45 Albaner auf grausame Art und Weise den Tod fanden. 
Die albanische Bevölkerung wurde aus dem Dorf verschleppt, verhört, gefoltert, erschossen und anschließend verstümmelt. 
Bedri Azemi beschrieb die Leiche seines Bruders mit den Worten: „Nur noch der Unterkiefer hing am Hals, so fand ich meinen geliebten Bruder Banush auf dem Acker, den Kopf abgehackt mit dem Beil“2. Ein OSZE – Beobachter äußerte sich zu diesem Massaker: „Es ist schwer, Worte zu finden, wenn man Körper wie diese vor sich sieht, zugerichtet wie bei einer Exekution“3. 
Doch auch die intellektuelle und politische Führungsschicht der Kosovo – Albaner wurde nicht von den serbischen Sicherheitskräften verschont. 
Generalchefs der jugoslawischen Armee, welche sich weigerten ihre Soldaten gegen die albanische Zivilbevölkerung einzusetzen, wurden ausgetauscht. Somit fand das Plündern, Vergewaltigen, Morden und Vertreiben kein Ende. Um den serbischen Teil der Bevölkerung in ihrem Blutrausch nicht zu gefährden, forderten die serbischen Einheiten ihre Blutsbrüder auf ihr Haus mit einem „S“ zu kennzeichnen. 
Um mehr Erkenntnisse über das Vorgehen der Spezialeinheiten zu erhalten, befragten Fachleute die albanischen Flüchtlinge, welchen es gelang, den Einheiten Milosevics zu entkommen. 
Die internationale Staatengemeinschaft setzten auch unbemannte Drohnen zur Aufklärung ein und erhielten somit Aufschluss über das Vorgehen der jugoslawischen Armee und der Sonderpolizei. 
Am 7. April 1999 erhielt der deutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping Dokumente, welche das Vorgehen des jugoslawischen Militärs beschreiben, wie sie ein albanisches Dorf nach dem anderen vernichteten. Dabei wurden Panzer um das Dorf gestellt und die Scharfschützen bezogen Stellung. Nun wurden die Bewohner des Dorfes auf einen großen Platz getrieben. Dort trennten die Einheiten die Männer von den Frauen, Kindern und Alten. Diese wurden in Richtung Grenze vertrieben. Die Männer hielt man, wenn sie nicht ermordet wurden, in Gefängnissen oder Gebäuden fest. Um sie an einer Flucht zu hindern, zertrümmerten die Soldaten ihnen die Knöchel. Sie hungerten, wurden verhört und gefoltert. Am 5. April erhielt der deutsche Außenminister Joschka Fischer Dokumente aus Geheimdienstquellen, welche die Vorbereitungen und Durchführungen der „Operation Hufeisen“ belegten. Er veranlasste die Auswertung der Dokumente. Am 8. April lag die Auswertung der „Operation Hufeisen“ vor. Sie belegte, dass Slobodan Milosevic bereits im Dezember 1998 systematische Vertreibungen im Kosovo veranlasste und versuchte die albanische Befreiungsarmee des Kosovo, die UCK, zu zerschlagen. Die serbische Armee sollte dazu von Serbien aus die UCK – Kämpfer „hufeisenförmig“ angreifen und die 
Kosovo – Albaner in Richtung Albanien und Mazedonien vertreiben. Dabei erhielt die Armee von Verbrechern Unterstützung, welche teilweise in Gefängnissen rekrutiert wurden. 
Die „Operation Hufeisen“ bestand aus drei verschiedenen Phasen: 
In der ersten Phase, nach dem Jahreswechsel 1998/1999, sollte die Kosovo – Albanische Bevölkerung im Norden der Provinz vertrieben werden. Dafür begannen die jugoslawischen Streit – und Sicherheitskräfte in verstärktem Maße mit Angriffen im Gebiet um die Städte Podujevo und Mitrovica. 
In der zweiten Phase wurde die Operation systematisch nach Süden ausgedehnt. Es erfolgte zugleich eine Verstärkung der operierenden Truppen. 
Die dritte Phase erfolgte während der Friedensverhandlungen in Paris im März 1999. Militärischen Einheiten säuberten das Gebiet in der Mitte und im Westen des Kosovo sowie das Gebiet in und um Péc. Somit wird deutlich, dass Milosevic in der Öffentlichkeit eine Bereitschaft zum Frieden zeigte, doch im Kosovo plünderten und mordeten seine serbischen Milizen weiter. 
Die Strategie des Militärs war immer die gleiche. Sie umstellten die Dörfer mit Panzern, Artillerie und Scharfschützen. Dann vertrieben Polizisten und Paramilitärs die albanische Bevölkerung, vergewaltigten, plünderten und töteten. Am Ende erfolgte eine Verminung des Gebietes um eine Rückkehr der Vertriebenen zu verhindern. 
Diese Entwicklungen innerhalb des Kosovo sorgten für einen immer größer werdenden albanischen Flüchtlingsstrom. Diesem Flüchtlingsstrom waren nicht alle Nachbarländer gewachsen. 
Mazedonien schloss kurzfristig sogar die Grenze zum Kosovo und forderte deutsche Soldaten auf ihre Zelte in der Grenzregion zu räumen um weitere Flüchtlinge aufnehmen zu können. Die deutsche Bundeswehr startete daraufhin in weniger als zehn Stunden die größte humanitäre Hilfsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Sie sicherte somit einen Vorrat an Lebensmitteln und Medikamenten in der Grenzregion. Darüber hinaus bot Deutschland, zusammen mit anderen EU – Staaten, eine Flüchtlingsaufnahme an. Dies hatte zur Folge, dass Mazedonien die Grenze erneut öffnete. 

Alle Informationen über das Vorgehen der Paramilitärs, alle Erkenntnisse aus dem Einsatz der unbemannten Drohen und die Dokumente aus Geheimdienstquellen wurden an das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag weitergeleitet. 

 

2. Die ergebnislosen Bemühungen um eine friedliche Lösung

Um die Situation der albanischen Bevölkerung im Kosovo zu verbessern und dem Diktator Slobodan Milosevic Einhalt zu gebieten schaltete sich die internationale Staatengemeinschaft ein. 
Am 23. September 1998 verlangten die Vereinigten Staaten von Amerika die sofortige Einstellung aller Feindseligkeiten, den Abzug der serbischen Spezialpolizei und die Aufnahme konstruktiver Gespräche. 
Am 24. September 1998 richtete die Nato eine Warnung an die Führung der Republik Jugoslawiens und drohte mit Luftangriffen, falls sie weiterhin keine Bereitschaft zur Einstellung der Feindseligkeiten zeige. 
Das erhoffte Einlenken aus Belgrad erfolgte am 13. Oktober. Die Regierung sagte eine Reduzierung der serbischen Einheiten zu und zeigte sich bereit alle gewalttätigen Handlungen einzustellen. Daraufhin entsandte die internationale Staatengemeinschaft 
700 Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in das Kosovo, unter ihnen auch 35 Deutsche, verteilt in den drei unterschiedlichen Regierungszentren Prizren, Péc und Mitrovica. Ihre Aufgabe war es Konflikte zwischen Serben und Albaner zu schlichten und die zugesicherte Waffenruhe zu sichern. Dazu fuhren sie Patrouillen durch die Dörfer und beobachteten dort die bestehende Lage.
Die Mission der OSZE – Beobachter gestaltete sich zu Anfangs jedoch schwierig. Einige Länder hatten Probleme ihre Anzahl der Beobachter in dem gewünschten Zeitraum zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wurde die Mission zusätzlich durch die schleppende Erteilung der Visa für die Beobachter von Seiten der jugoslawischen Behörden verzögert. Um den Schutz der unbewaffneten Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zu gewährleisten, wurde eine Notfalltruppe (EXFOR1) geschaffen, die dann zum Einsatz kam, wenn eine friedliche Evakuierung eines Beobachters durch die OSZE nicht mehr ermöglicht werden konnte. Sie besaß keine ständigen Schutzaufgaben im Kosovo, sondern wurde nur örtlich und zeitlich begrenzt in Notfällen tätig.
Solche Notfälle lagen vor, wenn ein Beobachter in einem begrenzten Gebiet durch Geiselnahme, Folter oder Schlimmeres bedroht wurde oder die Evakuierung nur noch unter Kampfhandlung möglich war. 
An dieser Notfalltruppe beteiligte sich auch die deutsche Bundeswehr und stellte Soldaten und schwere Waffen, wie zum Beispiel den Kampfpanzer „Leopard“. Um jedoch einen Überblick über die gesamte Lage innerhalb des Kosovo zu erhalten, beteiligte sich die Bundeswehr zusätzlich an der Luftüberwachung durch unbemannte Aufklärung. 
Darüber hinaus bildete Deutschland zusammen mit den Vereinigten Staaten von Amerika, Italien, Großbritannien, Frankreich und Russland eine Kontaktgruppe, welche ein Ultimatum an Jugoslawien richtete. Sie forderten ein Zusammentreffen der Kosovo – Albaner und der Serben zu Verhandlungen in Rambouillet um die bestehenden Konflikte zu beseitigen. Doch die Verhandlung zwischen den beiden Konfliktparteien erwiesen sich als problematisch. Somit wurde das Ende der Verhandlungen auf den 23. Februar 1999 verschoben. Doch auch dieser Aufschub verhinderte das Scheitern dieser Friedensverhandlungen nicht. 
Schon während der Verhandlungen in Rambouillet bemühte sich die Nato1 einen Operationsplan für das wahrscheinliche Scheitern der Verhandlungen auszuarbeiten. Die Mitgliedsstaaten des Bündnisses kamen zu der Übereinstimmung im Falle eins Scheitern der Verhandlungen und einer Verschärfung der Lage in dem Gebiet des Kosovo die Beobachter der OSZE aus Sicherheitsgründen abzuziehen. Darüber hinaus wuchs angesichts der anhaltenden Massaker und dem unkooperativen Verhalten des Diktators die Neigung mit militärischen Maßnahmen einzugreifen, denn Deutschland und die Nato vertraten Ideale von weltweiter Geltung: Freiheit, Menschenrechte und Demokratie. Im Kosovo hingegen herrschte jedoch das „Recht des Stärkeren“.
Am 20. März 1999 erfolgte schließlich der Abzug der Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.
Die Beobachter, die das Land verlassen hatten, berichteten davon, dass sie von dem serbischen Militär in ihrer Arbeit behindert wurden. Die Familien, bei denen die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa untergebracht waren, wurden eingeschüchtert und nach dem Abzug der OSZE – Beobachter als Nato – Kollaborateure umgebracht.
Am 23. März 1999 reiste Richard Holbrooke nach Belgrad um erneut mit dem Diktator Slobodan Milosevic zu verhandeln und ein eventuelles Einlenken zu erreichen. Doch die Gespräche scheiterten. Milosevic leugnete jegliche Offensive im Kosovo und lehnte die Nato geführte Umsetzung eines internationalen Abkommens rundweg ab. 
Der deutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping beschrieb die vergeblichen Verhandlungen um eine friedliche politische Lösung mit den Worten: „Krisenprävention und nicht – militärisches Krisenmanagement finden ihre Grenze in der Skrupellosigkeit, mit der Diktatoren wie Milosevic internationales Recht, menschliche Rechte und die Lebensinteressen der eigenen Bevölkerung mit Füßen treten“2.
Die internationale Staatengemeinschaft sah sich nun zu einem schnellen Handeln gezwungen. Bill Clinton äußerte sich nach den gescheiterten Verhandlungen: „Wenn wir zögern, erteilen wir den Serben eine Lizenz zum Töten“1. 
Es wurde mit der Bildung einer Luftschreitmacht von über 400 Kampfflugzeugen, darunter auch 14 deutsch Tornados begonnen. Darüber hinaus wurden ein halbes Dutzend Kriegsschiffe zusammengezogen. 10000 Nato – Soldaten marschierten in die Grenzregionen des Kosovo ein, darunter auch 3000 deutsche Soldaten der Bundeswehr. 
Der deutsche Oberleutnant Sören Haack begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung deutsche Soldaten im Rahmen der Nato in das Krisengebiet zu entsenden. Er sagte vor seiner Abreise: „Wo die Menschenwürde verletzt wird, da schlägt ein Teil meines Herzens, da muss man eingreifen“2. 
Die deutschen Soldaten wurden sehr gut auf ihren Einsatz in dem 70tägigen Krieg vorbereitet. Im Vorfeld gab es Schulungen, bestehend aus praktischen Übungen, Landeskunde und Landesrecht. Zusätzlich erfolgte eine psychologische Vorbereitung auf Granatenschocks, Geiselnahme, Gefangenschaft, Verwundung und Tod. Doch die Erfahrung, dass das eigene Leben endlich ist, ist im Unterricht nur begrenzt vermittelbar. 

 

3. Doppelstrategie aus politischen und militärischen Maßnahmen

Am 24. März 1999 begannen die Luftangriffe auf Jugoslawien und somit ein 70tägiger Krieg. Dieser Krieg war jedoch kein Krieg gegen das serbische Volk, sondern ein Krieg gegen die Machtpolitik Milosevics und seine verbrecherische Regierung.
Rudolf Scharping betonte immer wieder das humanitäre und politische Ziel dieser militärischen Maßnahmen: „Die militärischen Aktivitäten der Nato dienen einem politischen Ziel, nämlich der Abwendung einer humanitären Katastrophe beziehungsweise der Verhinderung ihres Anwachsens. Die Schlüssel zu einer Beendigung der militärischen Maßnahmen liegen in Bagdad, und in dem Augenblick, in dem von der Regierung Milosevic ein klares Signal dafür kommt, daß im Kosovo die Unterdrückung der Bevölkerung und ihre Vertreibung beendet werden und daß eine Bereitschaft besteht, ein ziviles Abkommen zu unterzeichnen und seine Implementierung auch tatsächlich zu garantieren, kann man die militärischen Maßnahmen beenden“1.
Dabei richteten sich die Intensivität der Luftangriffe nach einem bereits im Vorfeld von der Nato ausgearbeiteten Plan. Durch die stufenweise Intensivierung sollte die politische Flexibilität und Reaktionsfähigkeit erhalten bleiben. Man hatte das Ziel den Druck auf Milosevic kontinuierlich zu verstärken. 
Die Phase 0 beinhaltete die Verlegung von Luftstreitkräften auf die Flugplätze, von denen aus das Gebiet Jugoslawien erreichbar war. Außerdem sah es Flüge zur Überwachung des jugoslawischen Luftraumes vor, ohne in diesen einzudringen. Darüber hinaus verfolgte die Nato das Ziel eine Flugverbotzone über Jugoslawien einzurichten. 
Die Phase 1 sah vor eine Luftüberlegenheit über Jugoslawien und eine Luftherrschaft über dem Kosovo zu erreichen. Dazu griff man die radargestützte Luftabwehr an und bombardierte Flugplätze und Kommunikationslinien. 
In der 2. Phase dehnte man die Angriffe nach Süden aus und richtete diese gezielt gegen Kasernen, Hauptquartiere, Waffenlager, Panzerstellungen und Nachschublinien. 
Die dritte und letzte Phase sah die Ausdehnung der Luftangriffe auf ganz Jugoslawien, sowie einen Angriffe auf Produktions- und Lagerstätten vor. Um die Operationsfähigkeit des jugoslawischen Militärs einzuschränken, griff man zusätzlich Elektrizitätswerke, Ölraffinerien und Systeme von Kommunikation, Kommando und Kontrolle des militärischen Kommandos an.
Die Nato begann ihre Luftangriffe mit den Phasen 1 und 2.

Nach dem Beginn der Luftangriffe glaubte die Bevölkerung Jugoslawiens nicht an einen Erfolg des Westens und somit nicht an ein Einlenken Milosevics. 
Die Serben zeigten sich unbeeindruckt von den ergriffenen militärischen Maßnahmen und veröffentlichten eine Liste mit Argumenten, welchen ihren Kampf gegen das albanische Volk rechtfertigen. 
Sie argumentierten das Amselfeld sei die Wiege der serbischen Kultur und das Kosovo gehöre zu der jugoslawischen Teilrepublik Serbien. Dabei sei es unerheblich, welches Volk das Land bewohne. Darüber hinaus würden die Albaner durch ihren Kinderreichtum zu einer „demokratischen Zeitbombe“1. Das Eingreifen der internationalen Staatengemeinschaft von außen sahen sie als einen Verstoß gegen die territoriale Identität und Souveränität Serbiens an und bezeichneten die UCK als eine „terroristische Vereinigung“2, welche gegen die Bestimmungen der UN – Charta, mit der Verfolgung des Ziels ein Großalbanien zu schaffen, verstoße. Sie warfen den Vereinigten Staaten von Amerika vor durch ihre feindselige Politik die Sicherheit und Stabilität Belgrads zu gefährden und somit gleichzeitig die „albanischen Terroristen“3 zu unterstützen.

Die Luftangriffe wurden phasenweise intensiviert um den Druck auf den Diktator Slobodan Milosevic zu erhöhen. Am 30. März reisten russische Gesprächspartner nach Belgrad um Milosevic zu einem Einlenken zu bewegen. Doch diese internationale Geste des Friedens beeindruckte den Diktator nicht. Er lenkte nicht ein. 
Während dieser Zeit des Ringens um ein Einlenken Milosevics arbeitete der deutsche Außenminister Joschka Fischer einen Fünf – Punkte – Plan mit Bedingungen für die Beendigung der Luftangriffe aus. Er forderte darin die Einstellung des Mordens und Vertreibens ethnischer Minderheiten, den Abzug der jugoslawischen Armee, der Spezialpolizei und der Paramilitärs, die friedliche Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat, die Billigung einer internationalen Friedenstruppe unter der Führung der Nato, sowie die politische Autonomie der Provinz. 
Dieser Plan Fischers wurde am 26. April 1999 von den Staats- und Regierungschefs der Nato als trans – atlantisches Bündnis beschlossen. 
Am 6. Mai 1999 legten die Außenminister der G84 einen Friedensplan vor. Dieser forderte:

· Die sofortige und kontrollierbare Einstellung der Gewalt und der Repression im Kosovo.
· Den kontrollierten und schnellen Rückzug aller Einheiten der Armee, Polizei und paramilitärischen Verbände innerhalb von sieben Tagen.
· Die Stationierung einer „wirkungsvollen“ internationalen Sicherheitspräsenz unter dem Schirm der Uno, mit einer wesentlichen Teilnahme der Nato unter einem einheitlichen Kommando, um die Sicherheit der rückkehrenden Vertriebenen zu garantieren.
· Eine vorläufige Verwaltung für eine Teilautonomie des Kosovo nach einer Resolution des Uno – Sicherheitsrates.
· Die Stationierung jugoslawischer und serbischer Streitkräfte an den wichtigsten Grenzübergängen.
· Die Kennzeichnung und Räumung von Minenfeldern durch das jugoslawische und serbische Militär.
· Die Kooperation zwischen den einheimischen Streitkräften und der internationalen Truppen zu Gunsten der einheimischen Bevölkerung.
· Die Rückkehr aller Flüchtlinge sowie die ungehinderte Arbeit des Flüchtlingshilfswerks UNHCR1 und anderer humanitärer Organisationen.
· Einen politischen Prozess für ein vorläufiges Rahmenabkommen, auf der Grundlage der Beschlüsse von Rambouillet, unter Wahrung der Souveränität und Integrität Jugoslawiens und der Nachbarstaaten.
· Die Demilitarisierung der UCK.
· Einen wirtschaftlichen Wiederaufbau mit internationaler Unterstützung.
· Das Ende der Militäraktivitäten der Nato nach der Bestätigung der Annahme dieser Forderungen, wenn der kontrollierte Abzug begonnen hat und die Unterzeichnung eines militärisch – technischen Abkommens über die jugoslawische Präsenz im Kosovo erfolgt ist.
· Den Rückzug serbischer Truppen hinter Pufferzonen nach Serbien.

Am 19. Mai 1999 berichtete der deutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping über erste erkennbare Erfolge der Luftangriffe. 
Durch das Abhören des Funkverkehrs konnte die internationale Staatengemeinschaft in Erfahrung bringen, dass die Moral der serbischen Truppen geschwächt war und somit die Offiziere gravierende Führungsprobleme hatten. Die serbische Luftabwehr und die serbischen Radaranlagen waren bei weitem nicht mehr so wirksam wie zu Beginn der Luftangriffe. Dreiviertel der Luftabwehrraketen waren zerstört oder so sehr beschädigt, dass sie nur noch bedingt genutzt werden konnten. Die jugoslawische Luftwaffe hatte 70% ihrer MIG 29, ein Viertel der MIG 21 und die Hälfte ihrer übrigen Flugzeuge verloren. Die Mehrzahl der Militärplätze war erheblich beschädigt. 
Die Führungsfähigkeit der Streitkräfte wurde durch die massiven Angriffe auf Brücken, Nachschubverbindungslinien, Sendestationen, Munitionsfabriken und Kasernen stark eingeschränkt. Ein Drittel der schweren Waffen der jugoslawischen Truppen waren nicht mehr einsatzfähig. 
Die internationale Staatengemeinschaft verstärkte nochmals ihre Anzahl der Kampfflugzeuge und stellte somit am 31. Mai 1999 den Tagesrekord der Nato – Luftangriffe auf: 772 Einsätze in nur 24 Stunden.

Am 3. Juni 1999 erfolgt das erhoffte Einlenken Belgrads: Das serbische Parlament billigte den Friedensplan der G8 – Staaten und auch der Diktator Slobodan Milosevic stimmte diesem zu. Die Nato wollte jedoch erst die Luftanschläge suspendieren, wenn der Waffenstillstand eingehalten wird und der Abzug des serbischen Militärs begonnen hat. 
Die Staatengemeinschaft bemühte sich nun um die Aufstellung einer Friedenstruppe, von 48000 Soldaten, welche unter einem einheitlichen Kommando stehen sollte. Dabei wurde das Gebiet des Kosovo in fünf Verantwortungsbereiche unterteilt. Jede der Nationen bestehen aus Frankreich, Groß Britannien, Italien, USA und Deutschland erhielten einen eigenen Verantwortungssektor und somit dessen eigenständige Führung. 

Während des Krieges nahm in der deutschen Bevölkerung die Zustimmung zu diesen militärischen Maßnahmen allmählich ab. Ursache für diesen Meinungswandel in der Zivilbevölkerung waren Fehlbombardements: 
Am 5. April 1999 gab es die ersten zivilen Opfer durch eine fehlgeleitete Rakete im serbischen Aleksinac. Am 14. April 1999 bombardieren Nato – Piloten irrtümlich einen Flüchtlingskonvoi bei Djakovica. Dabei starben mehr als 70 Menschen. Am 7. Mai 1999 gab es vier Tote bei einem Raketentreffer auf die chinesische Botschaft in Belgrad, die irrtümlich als Angriffsziel ausgewählt wurde. 
Die deutsche Regierung stand jedoch entschlossen hinter der Doppelstrategie. Sie zeigte sich zuverlässig gegenüber ihren Bündnispartnern in allen militärischen Sanktionen und wollte gleichzeitig nichts unversucht lassen so schnell wie möglich eine politische Lösung des Konflikts zu erzielen. 
Während des Krieges übernahm auch die albanische Befreiungsarmee, die UCK, eine einflussreiche Rolle. Aus allen Ländern wurden Albaner zur Verteidigung des Vaterlandes gegen das serbische Militär mobilisiert. Sie fuhren mit allerlei Kriegsgerät in das Kosovo um den serbischen Truppen mit Gewalt entgegenzutreten. Somit steigerten sich die Aggressionen hoch, bis hin zu einem offenen Krieg. 
Diese Eskalationen innerhalb des Kosovo, die brutale Vertreibungspolitik des Diktators Slobodan Milosevic und sein unkooperatives Verhalten lösten während der Phase der Doppelstrategie immer wieder Diskussionen über einen möglichen Einsatz von Bodentruppen aus. Deutschland stellte sich stets entschieden gegen solche militärischen Maßnahmen. Die Amerikaner und Engländer sahen den Einsatz von Bodentruppen als letzte mögliche Option vor, Milosevic zu einem Einlenken zu bewegen. Sie bereiteten sich durchaus auf einen Bodenkrieg, bei dem es zahlreiche Verluste gegeben hätte, vor.
Doch dieser einschneidende militärische Schritt blieb jedoch der Staatengemeinschaft erspart. 

4. Das Kosovo seit Ende der Nato – Luftangriffe

Rudolf Scharping schrieb folgende Worte in seine persönlichen Aufzeichnungen nach der Beendigung der Luftschläge: „Wir haben eine entscheidende erste Etappe erfolgreich bewältigt; politisch, militärisch und humanitär, aber Frieden haben wir noch lange nicht erreicht“1. 
Das Gebiet des Kosovo bot weiterhin Gefahren für die Bevölkerung und die einrückenden Soldaten, denn in dem Gebiet lauerten Sprengfallen und Minen. 
Die ethnischen Spannungen zwischen den zwei großen Volksgruppen bestanden weiterhin. Kurz nach Beendigung des Krieges sahen sich die Serben als Opfer. Sie fürchteten sich vor Übergriffen von albanischer Seite und der UCK. Die Infrastruktur der Region wurde während des Krieges schwer beschädigt. Die Dörfer waren überwiegend zerstört und es existierte keine zivile Verwaltung. Somit bildete das internationale Engagement die Grundlage für eine Stabilisierung der Region. Allein die deutsch Bundesregierung stellte 160 Millionen DM von insgesamt 1,2 Milliarden DM für den Wiederaufbau des Kosovo zur Verfügung.

Es wurde eine Übergangsverwaltung (UNMIK2) unter dem Schirm der USA geschaffen und eine Nato – Friedenstruppe (KFOR3), bestehend aus 47000 Soldaten aus 39 Staaten zog in das Land ein, um für Ruhe und Ordnung in der Region zu sorgen und somit ein Sicherheitsniveau zu etablieren. Ihre Aufgaben bestanden in der Überwachung der Grenzen, dem Schutz von Minderheiten und Rückkehrern, der Konfiszierung illegaler Waffen, der Unterbindung des Waffenschmuggels sowie dem Wiederaufbau der Infrastruktur. 
Das deutsche Kontingent begann am 12. Juni 1999 ihren größten Einsatz zur Friedenssicherung mit 5500 deutschen Soldaten und übernahm als Leitnation die alleinige Verantwortung über einen Sektor. Für den KFOR – Einsatz investierte die deutsche Regierung im Jahre 1999 765 Millionen DM und 1. Milliarde im Jahr 2000.
Die Bundeswehr arbeitete auch eng mit humanitären Organisationen, wie zum Beispiel mit CIMIK4 zusammen. Durch diese Kooperation konnten 1700 Häuser winterfest gemacht und 1300 Häuser wieder aufgebaut werden. Zahlreiche Straßen wurden wieder instandgesetzt und 34 Schulen konnten erbaut werden. Die Soldaten und Mitarbeiter der Hilfsorganisation verteilten 4500 Nahrungsmittelpakete im Wert von 470000 DM. Darüber hinaus unterstützen sie die Landwirtschaft durch die Beschaffung von Tieren im Wert von über 100000 DM. Durch diese Zusammenarbeit konnten auch Krankenhäuser instand gesetzt werden und mit Medikamenten versorgt werden. 
Darüber hinaus beschloss die KFOR zusammen mit der Übergangsverwaltung UNMIK und der UCK die Schaffung eines multiethnischen Kosovo – Schutzkorps (KPC). Das Korps wird zur Unerstützung des Wiederaufbaus der Infrastruktur, im Such – und Rettungsdienst, in der Brandbekämpfung sowie im Katastrophenschutz eingesetzt. 

Noch heute sind deutsche Soldaten der Bundeswehr im Einsatz in Bosnien Herzegowina, Mazedonien und im Kosovo.
In Bosnien Herzegowina leisten sie ihren Beitrag zur Stabilisierung des Landes und der Friedenssicherung im Rahmen der SFOR1. In der 19500 starken Truppe befinden sich 1350 deutsch Soldaten, die überwiegend im Südosten des Landes, im Raum Sarajevo, Raijlovac und Foca stationiert sind. Sie unterstützen dort den Aufbau einer zivilen Infrastruktur, die Rückkehr der Flüchtlinge und beschäftigen sich mit der Instandsetzung von Straßen, Brücken und Häusern. 
In Mazedonien trägt die Bundeswehr ihren Teil zur Friedenssicherung im Rahmen der OAH bei. Es befinden sich zur Zeit 70 Soldaten der Bundeswehr in der Republik. Diese beschäftigen sich mit der Einsammlung von Waffen, die zuvor von den Extremisten aus der albanischen Volksgruppe abgegeben wurden und unterstützen die Rückkehr der Flüchtlinge. Darüber hinaus sind sie für den Schutz internationaler Beobachter zuständig. 
Im Kosovo nehmen die mittlerweile nur noch 4700 Bundeswehrsoldaten weiterhin die Aufgaben wahr, welche ihre Kameraden schon nach der Beendigung der Luftschläge ausübten:
· Instandsetzung von Straßen und Brücken
· Wiederaufbau von Krankenhäusern, Schulen und Wohngebäuden
· Sicherung einer ärztlichen und medizinischen Grundversorgung
· Förderung der rückkehrenden Bevölkerung
· Schutz ethnischer Minderheiten
· Aufspüren und Beseitigen der Minen 
· Überwachung der Grenzen zu Albanien und Makedonien
Jedoch ist an die Schaffung einer multiethnischen Demokratie im Kosovo derzeitig noch nicht zu denken. Es gibt gewaltsame Übergriffe in der Region, welche teils ethnischen und teils kriminellen Ursprungs sind. Darüber hinaus strebt die UCK an, ihre Macht im Kosovo zu etablieren. Somit ist es für die dort stationierten Soldaten keine leichte Aufgabe, die albanische Befreiungsarmee zu demilitarisieren, wie es der Friedensvertrag vorsieht. 
Die Bundeswehr in der Stadt Prizren kämpft als Polizisten, Staatsanwälte, Richter und Gefängniswärter für Recht und Ordnung. Dort gibt es Plünderungen, Unruhen und organisierte Kriminalität. 
Aus diesem Grund werden nun die Soldaten des deutschen Kontingents von deutschen Polizisten unterstützt um stabile gesellschaftliche Strukturen zu schaffen. 70 Beamte des Bundesgrenzschutzes und 140 Polizisten wurden in das Kosovo entsandt. Sie beschäftigen sich mit der Ausübung ihrer polizeilichen Gewalt und der Rekrutierung sowie Ausbildung der einheimischen Polizei, welche sich aus Albanern, Serben, Türken, Roma und Katholiken zusammensetzen soll und somit das zusätzliche Ziel der Repräsentation aller Volksgruppen erfüllt. 

 

5. Eigene Meinung

War das Eingreifen der internationalen Staatengemeinschaft gerechtfertigt? Waren wirklich alle politischen Möglichkeiten für das Erreichen einer friedlichen Lösung ausgeschöpft? War der gewählte militärische Weg der Richtige? Kann man durch einen Krieg Frieden schaffen? Gibt es für das Land eine friedliche, gesicherte Zukunft?

Kofi Annan äußerte sich über die Berechtigung eines internationalen Eingreifens vor der 
UN – Menschenrechtskommission in Genf: „Die scheußliche und systematische Kampagne der >ethnischen Säuberung<, die von den serbischen Sicherheitskräften im Kosovo vorgenommen wird, hat anscheinend ein Ziel: so viele Kosovo – Albaner wie möglich zu vertreiben oder zu töten. (...) Keine Regierung hat das Recht, sich hinter der national Souveränität zu verstecken, um die Menschenrechte oder fundamentale Freiheiten ihres Volkes zu verletzen“1. Diesem stimme ich zu. Es darf nicht sein, dass eine Person, ein Diktator oder ein Staatsoberhaupt sich über die Grundrechte der Menschen hinwegsetzt. Die nationale Souveränität darf in einem solchen Fall ein Eingreifen von außen nicht unterbinden. Somit war die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet für die Freiheit der Menschen, deren Rechte und deren Sicherheit einzugreifen. 
Dieses internationale Eingreifen erfolgte anfangs auf einem politischen, friedlichen Weg. Es fanden Friedensverhandlungen und zahlreiche Gespräche mit dem Diktator Slobodan Milosevic statt. Doch alle diese Bemühungen waren vergebens. Meiner Meinung nach war das weitere Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft und dessen Entscheidung für eine Doppelstrategie bestehend aus militärischen und politischen Schritten der angemessene Weg ein Einlenken Milosevics zu erzielen. Natürlich gab es bei den Luftangriffen bedauerlicherweise viele zivile Opfer. Doch es gibt keinen „sauberen Krieg“, keinen Krieg ohne Blutvergießen. Dies ist auch nicht möglich durch den Einsatz von Präzisionswaffen. Die Gefahr Zivilpersonen zu töten kann man auch durch eine Verwendung dieser Waffen nicht 100% ausschließen. 
Ob man mit einem Krieg Frieden schaffen kann, ist fraglich. Dann oftmals herrscht der Hass zwischen den Konfliktparteien auch noch nach dem Ende des Krieges. So auch in dem Gebiet des Kosovo. Der Hass zwischen dem serbischen und dem albanischen Teil der Bevölkerung existiert nach wie vor. Die Stabilität des Landes ist weiterhin nicht gesichert. Es fehlt eine wirksame Polizeipräsenz und es existieren kriminelle Banden. Doch das Hauptrisiko für die innere Sicherheit des Landes besteht in der Existenz der UCK – Militärpolizei PU, welche immer wieder in Erscheinung tritt. 
Die PU spiegelt das aggressive Bestreben der UCK wieder sich als zivile und polizeiliche Ordnungsmacht zu etablieren. 
Darüber hinaus zeigt sich die Entwaffnung der UCK als schwierig. Zusätzlich tritt die extremistische Untergrundorganisation LKCK1 erneut zum Vorschein. Diese vertritt groß – albanisches Gedankengut. 
Somit ist eine Hoffnung auf eine friedliche, multikulturelle Gesellschaft unrealistisch.

3 Monate nach dem Sturz des Diktators fanden in Serbien die ersten Parlamentswahlen statt. Dieses Ereignis erwies sich als Ende des alten Regimes und gleichzeitig symbolisierte es den Startschuss in eine turbulente Phase der Neugestaltung. 70% der Bevölkerung stimmten für die Demokraten, die nun die institutionelle Macht besitzen wirksame Reformen voranzutreiben. 
Doch die Lage in Serbien erweist sich als problematisch. Trotz westlicher Nothilfen in Millionen Dollar Höhe verbessert sich die Lage der Bevölkerung nicht. Die Stromversorgung ist zusammengebrochen, es mangelt an Arbeitsplätzen und die Lebensmittelpreise steigen dramatisch. Zusätzlich fürchtet sich die Bevölkerung vor einem neuen Krieg, denn im südserbischen Presovo – Tal haben sich albanische Rebellen verschanzt.

Es werden wohl noch Jahre vergehen, bis sich Ruhe und Ordnung in der Region des Kosovo etabliert haben. Die internationale Staatengemeinschaft trägt ihren Teil in Form von Friedenstruppen und humanitären Organisationen dazu bei, einen Teil auf den das Land auch noch über Jahre hinweg angewiesen sein wird.