Made in USSR

Drei junge Russlanddeutsche verfolgen Stationen ihrer Zuwanderung in Deutschland, Russland und der Ukraine.
Wie fühlen sie sich als Russlanddeutsche in der deutschen Gesellschaft?
Wie verlief die persönliche Geschichte ihrer Einwanderung?
Was bedeutet Migration für sie und was sind ihre kulturellen und sozialien Hintergründe?
 
 
 
 
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Ivan, Zhanna und Sergej erzählen...
 
... über den Weg nach und die Anfänge in Deutschland 
 
 
Ivan
Ivan: "Ich habe mich schon darauf gefreut, dass ich nach Deutschland umziehe. Aber als der Tag kam, als wir die Einladung bekommen haben ... die nächsten Tage habe ich gezählt: es sind uns noch ein Monat geblieben, noch zwei Wochen, noch zwei Tage. Jede Stunde war schwer, die ganzen Freunde zu verlassen."

Sergej: "Es war schon schwierig an die Freunde in Russland zu denken. Also, ich hatte viele Freunde, und ich habe gesagt: "Ich komm wieder! Wir fahren 2 Wochen in den Urlaub." Und ich dachte, ich komme zurück und ich habe auch gesagt, dass ich zurück komme. Ich hatte Heimweh..."
 
Video: made_in_ussr.wmv
Dateigröße: 1807 KB
 
 
... über die Rückkehr in die alte Heimat 
 
 
Zhanna
Zhanna: "Ich bin immer hier, ich bin jeden Sommer hier einen Monat. Dann habe ich nach zwei Wochen schon die Schnauze voll, dann will ich wieder nach Deutschland. Wenn ich da bin, will ich dann wieder hierhin, das ist ganz komisch. Also ich mag zwei Städte. Wuppertal und Ewpatorrij."

Sergej: "Ich war seit Jahren nicht hier und es war total überraschend. Ich erkenne fast, nein sagen wir, gar nichts. Wir haben vieles erlebt in den letzten fünf Tagen. Es war super."

Ivan: "Ich bin es nicht gewöhnt so zu leben, ein paar Tage geht, zwei Wochen hätte ich nicht ausgehalten."
 
Video: made_in_ussr2.wmv
Dateigröße: 2240 KB
 
 
... über Religion 
 
 
Sergej
Zhanna: "Die Leute, die Christen, die wir besucht haben, die waren eigentlich ziemlich nett und freundlich, aber auch ein bisschen komisch. Die Jungs sind alle so 14, 15, 16 Jahre alt, aber die sind so gläubig. Die haben keine Interessen oder die haben Interesse am Leben. Die machen keinen Spaß, die machen alles richtig, ich weiß nicht. Für mich z.B. ist dieses Leben langweilig..."

Sergej: "Ich war auch einer von denen. Ich war jeden Sonntag in der Kirche, ich war Samstags in der Kirche. Ich wurde religiös erzogen. Die Kinder dürfen das nicht vergessen. Wenn man eine Religion hat, muss man sich auch daran halten."
 
Video: ussr_religion.wmv
Dateigröße: 2006 KB
 
 
Medienprojekt Wuppertal 
 
 
Filme von Jugendlichen über Jugendliche
Die autobiografische Video-Dokumentation "Made in USSR" wurde 2004 von acht aus Russland, Weißrussland und der Ukraine stammenden Jugendlichen in einem Zeitraum von einem halben Jahr erarbeitet.

Eine Übersicht über alle Video-Produktionen findet ihr auf der Website des Medienprojekts Wuppertal. Dort sind alle Filme in voller Länge als VHS-Videos erhältlich.
Medienprojekt Wuppertal: Videoproduktionen

Das Medienprojekt Wuppertal konzipiert und realisiert seit 1992 erfolgreich Modellprojekte aktiver Jugendvideoarbeit unter dem Motto "das bestmögliche Video für das größtmögliche Publikum".

Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich das "Medienprojekt" zur größten und ambitioniertesten Jugendvideoproduktion in Deutschland. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14-28 Jahren werden (im Rahmen von pädagogischen Institutionen oder privat organisiert) produktorientiert bei ihren eigenen Videoproduktionen unterstützt, ihre Videos im Kino, in Schulen, Jugendeinrichtungen etc. präsentiert und als Bildungsmittel bundesweit vertrieben.
 
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