Station 1:  Jüdische Kultur und Identität

Religion, Sprache, Abstammung bzw. Familienzugehörigkeit - das jüdische Selbstverständnis setzt sich aus mehreren Elementen zusammen. Dabei werden die verschiedenen Facetten jüdischer Identität heute vom Einzelnen ganz unterschiedlich gewichtet.
 
 
 
Davidsstern und Menora -            Symbole des Judentums
Für die einen ist die Zugehörigkeit zum jüdischen Kulturkreis ein Teil ihrer Familiengeschichte. Zudem hat die Erfahrung von Antisemitismus und Verfolgung wesentlich zur Ausprägung des modernen jüdischen Selbstverständnisses beigetragen.

Stärker religiös orientierte Juden sehen als Grundlage ihrer Identität die Thora, die "Heilige Schrift" des Judentums, sowie die zahlreichen religiösen Vorschriften und Anleitungen, wie sie etwa der Talmud festlegt. Zahlreiche Fest- und Feiertage sowie Sitten und Gebräuche bestimmen den Jahreslauf und das Alltagsleben gläubiger Juden.
Eng verbunden mit der Religion ist Hebräisch als Heilige Sprache. Im alltäglichen Leben dagegen haben europäische Juden häufig die Sprache ihrer nicht-jüdischen Nachbarn übernommen oder sie zu einer neuen, eigenen Sprache weiterentwickelt.
 
 
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Mit einer Tradition, die fast 4000 Jahre zurückreicht, ist das Judentum die älteste der drei großen Buch-Religionen der Welt.
Die jüdische Identität beruht aber nicht allein auf der Religion. Zugleich verstehen sich Juden als die Nachfahren des einstigen Volkes Israel.
 
Der Alltag gläubiger Juden wird von einer Vielzahl religiöser Handlungen und Vorschriften bestimmt. Neben mehreren Gebeten am Tag, deren Zeiten und Rituale genau festgelegt sind, gibt es Bräuche und Vorschriften für religiöse Anlässe und alltägliches Leben, die insbesondere Kleidung und Speisen betreffen.
 
Der jüdische Kalender enthält zahlreiche Fest- und Feiertage, die auf antiken Traditionen beruhen. Bei näherem Hinsehen fällt auf, dass sich viele christliche Feste an den jüdischen Vorbildern orientieren. So liegt Pessach um die Osterzeit, und die Sitte, Adventskerzen zu entzünden, geht wohl auf den Brauch des Chanukka-Festes zurück.
 
 
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