Station 1:  Flucht und Asyl

Weltweit sind fast 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung. Sie verlassen ihre Heimat oder irren als Vertriebene im eigenen Land umher.
Die Gründe sind vielfältig und laufen dennoch auf ein zentrales Motiv hinaus: Angst vor Gewalt.
 
 
 
Flüchtlingslager
Gründe für die Flucht
Die Auslöser sind ethnische Konflikte, Kriege und Bürgerkriege oder die Machtübernahme eines totalitären Regimes. Dabei reicht das Ausmaß politisch, rassistisch oder religiös motivierter Verfolgung von der Diskriminierung im Alltag, über aktive Vertreibung und Zwangsumsiedlung bis hin zum Völkermord.

Krisenherde
Neun von zehn Flüchtlingen leben in den Ländern der Dritten Welt. Aber auch die  "Festung" Europa ist seit dem Zerfall Jugoslawiens und dem Kosovo-Krieg unmittelbar betroffen.

Zu den Großereignissen der weltweiten Flüchtlingskrise gehören der frühere Krieg in Vietnam, der andauernde Konflikt im Nahen Osten, der jahrzehntelange Bürgerkrieg in Afghanistan sowie die ungelöste Kurdenfrage.
 
Neben Asien gilt Afrika als ständiger Krisenherd. Aktuell ist der Sudan Schauplatz von Gewalt und Vertreibung. Nach mehreren Massakern an der schwarzen Bevölkerung befinden sich in der Westprovinz Darfur mehr als eine Million Menschen auf der Flucht und versuchen, in den angrenzenden Tschad zu entkommen.

Weltflüchtlingstag
Mit dem Ziel, an die Millionen Flüchtlinge in aller Welt zu erinnern und ihnen zu helfen, findet auch hierzulande jedes Jahr am 20. Juni der Weltflüchtlingstag statt. Unter dem Motto "A place to call home: Rebuilding lives in safety and dignity" ging es in diesem Jahr um die Frage, wie Flüchtlinge eine neue Heimat finden können: durch soziale Integration im Aufnahmeland, freiwillige Umsiedlung oder die Wiedereingliederung in ihrem Herkunftsland.
 
 
Hier findest du weitere Infos zur Flüchtlingsproblematik 
 
Mehr als 20 Millionen Menschen weltweit haben sich in ein fremdes Land geflüchtet. Mindestens ebenso viele sind im eigenen Land auf der Flucht. Dabei vertrauen viele Flüchtlinge auf die Hilfe illegaler Schleuser, ohne die Gefahren zu erkennen. Und selbst wer sich in ein anderes Land retten kann, ist nicht automatisch in Sicherheit.
 
Neben Asien und Lateinamerika gilt vor allem Afrika seit jeher als Krisenherd. Kriege, Missernten und ethnische Konflikte, die zum Teil auf den Folgen der Kolonialherrschaft beruhen, treiben immer wieder Millionen Afrikaner zur Flucht.
 
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts galt Europa als eine Region, die traditionell von Auswanderung - etwa in die USA - geprägt war. Doch seit 1945 hat sich die "Festung" Europa allmählich zu einem bevorzugten Ziel von Einwanderern und Flüchtlingen entwickelt.
 
 
Linktipps 
 
Aktuelle Flüchtlingskrise in Sudan und Tschad
 
 
Artikel in der ZEIT zu den Hintergründen der Vertreibungen im Sudan

 
Infos auf der UNHCR-Website
 
Aktuelle Infos der UNO-Flüchtlingshilfe zur Situation der Flüchtlinge im Tschad
 
 
Flucht- und Herkunfstländer, Fluchtrouten
 
Ein BBC-Online-Special zur weltweiten Flüchtlingssituation: Informationen (in englischer Sprache) über Flüchtlingsregionen und -routen sowie das Leben im Flüchtlingscamp mit Texten, Fotos und Erlebnisberichten von Flüchtlingen
 
Die "Länderberichte" der UNO-Flüchtlingshilfe präsentieren Texte mit Hintergrundinformationen über die Ursachen und die aktuelle Situation in den Flüchtlingsländern.
 
Die "Themenpapiere" sind systematisch nach Flüchtlingsregionen und Sachthemen geordnet und präsentieren Informationen, Dokumente (überwiegend in Englisch) und Landkarten im Internet.
 
UN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge (UNRWA)
 
 
Infos zum Weltflüchtlingstag
 
Begründung des Weltflüchtlingstags auf der deutschen UNHCR-Website
 
Infos, Fotos und anderes Material auf der (englischprachigen) Seite von UNHCR
 
 
 
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