"Wo bin ich zu Hause?"

Was unterscheidet das Leben in Deutschland von dem in anderen Kulturen? Welche Beobachtungen machen Jugendliche, die in mehreren Kulturkreisen aufgewachsen sind? Und wo fühlen sie sich zu Hause?

Junge Menschen aus Marokko, Polen, Bosnien, der Türkei, China und Deutschland erzählen in Video-Interviews von ihren Erfahrungen. Dabei geht es auch um die Frage, wie Menschen unterschiedlicher Herkunft in Deutschland miteinander umgehen.
 
 
 
 
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Zu Hause in Deutschland? 
 
 
Bouchra
Bouchra: "Wir, also meine Geschwister und ich sind hier aufgewachsen und hier geboren. Das ist dann so schwer zu beantworten. Ich fühle mich nicht gerade deutsch aber auch nicht gerade marokkanisch."

Branka: "Was ich an Deutschland sehr schätze ist, dass es ein offenes Land ist, mit sehr vielen offenen Bürgern, die mir die Möglichkeit gegeben haben, mich hier neu zu entfalten, mir eine neue Zukunft gegeben haben."

Stefanie: "Heutzutage finde ich es eher normal, dass viele Menschen unterschiedlicher Kulturen in Deutschland leben und sich miteinander auseinander setzen."
 
Video: "Ich bin ich - Zuhause"
Dateigröße: 1420 KB
 
 
Hier und dort 
 
 
Yi
Yi: "Ich finde es gut an der deutschen Kultur, dass hier Menschen mit enorm wenig Einschränkungen leben müssen. In China ist das irgendwie ganz anders."

Hülya: "Jungen haben meiner Meinung nach in der türkischen Kultur mehr Rechte. Ich kann nicht das machen, was ich möchte, weil ich ein Mädchen bin."

Lena: "Distanz spielt glaube ich bei den Deutschen schon ne ganz große Rolle. Es ist das Land, wo ich geboren bin, aber ich fühle mich nicht besonders zu Deutschland hingezogen oder so.""

 
 
 
"Die haben mich gleich abgestempelt" 
 
 
Stefanie
Stefanie: "Diskriminierung hat auch viel mit Identität zu tun, weil man aufgrund seiner Identität ausgegrenzt wird. Das ist ja schließlich das, was den Menschen von anderen unterscheidet."

Branka: "Diese Mitschüler hatten mich eben nicht als die Person gesehen, die ich eigentlich war, sondern als eine Person, die aus diesem Land kam und gleich als solch eine abgestempelt."

Florian: "Das kann durch einen Blick oder durch ein Wort ausgelöst werden. Das gibt einem dann das Gefühl, dass man nicht gemocht wird und einen nicht dabei haben will."
 
Video: Diskriminierung
Dateigröße: 1733 KB
 
 
Medienprojekt Wuppertal 
 
 
Filme von Jugendlichen über Jugendliche
Die Interviews wurden für die Videoproduktionen "Ich bin ich" (Filme 1 und 3) und "In or Between - 1" (Film 2) des Medienprojekts Wuppertal aus dem Jahr 2002 aufgezeichnet.

Eine Übersicht über alle Produktionen findet ihr auf der Website des Medienprojekts Wuppertal. Dort sind alle Filme in voller Länge als VHS-Videos erhältlich.
Medienprojekt Wuppertal: Videoproduktionen

Das Medienprojekt Wuppertal konzipiert und realisiert seit 1992 erfolgreich Modellprojekte aktiver Jugendvideoarbeit unter dem Motto "das bestmögliche Video für das größtmögliche Publikum".

Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich das "Medienprojekt" zur größten und ambitioniertesten Jugendvideoproduktion in Deutschland. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14-28 Jahren werden (im Rahmen von pädagogischen Institutionen oder privat organisiert) produktorientiert bei ihren eigenen Videoproduktionen unterstützt, ihre Videos im Kino, in Schulen, Jugendeinrichtungen etc. präsentiert und als Bildungsmittel bundesweit vertrieben.
 
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