"Russen sind so"

Junge Einwanderer aus der ehemaligen UDSSR beschreiben:
wie es in den Ländern aussieht, aus denen sie kommen
welche Schwierigkeiten sie nach der Ankunft in Deutschland hatten
wie ihr Leben hier aussieht und welche Rolle die russische Subkultur
    in Deutschland dabei spielt
 
 
 
 
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Olesja, Damir, Wladimir und Slava erzählen...
 
 
... über Gründe, nach Deutschland zu kommen 
 
 
Olesja
Olesja: "Meine Eltern sind mit mir nach Deutschland gekommen, damit ich und mein Bruder eine bessere Zukunft haben können und damit wir die Chance haben, zu lernen. In Kasachstan geht das nicht...

Damir: Also in Kirgisien, da gibt’s kein Arbeitslosengeld, keine Sozialhilfe. Du musst irgendwas tun damit du da überlebst. Irgendwas. Klauen, Leute verarschen oder versuchen, irgendwie eine Arbeit zu tun, weil, wenn du nix hast, kannst du da gar nicht überleben. Es ist sehr schwer, da zu überleben.
 
Video: BlindeKatze_GUS.wmv
Dateigröße: 1479 KB
 
 
... über Sprachschwierigkeiten 
 
 
Damir
Damir: Als ich nach Deutschland kam, konnte ich überhaupt kein Deutsch. Ich konnte mich nicht mit anderen verständigen. Wenn mich z.B. einer ansprach, dann konnte ich dem nicht antworten.

Olesja: Es kommen richtig viele Probleme auf einen zu. Man wird in die Schule gesetzt. Man ist als einzige da. Man sitzt im Unterricht und versteht es so, als ob man taub ist. Man sitzt da und guckt. Man sitzt da, 8 Stunden und starrt und versteht kein Wort.
 
 
 
... über Gewalt 
 
 
Wladimir
Wladimir: Wenn wir Türken auf der Straße sehen und die kommen blöd rüber, dann gibt es immer eine Schlägerei. Meistens.

Slawa: Schon als ich als kleines Kind "Scheiß-Russe" gehört habe, da wurde ich immer aggressiver. Zuerst war ich ganz brav, aber dann, nach der Zeit wurde man immer aggressiver, und da fing es an mit Fäusten und Schlägereien. Da fing es an.
 
Video: BlindeKatze_Gewalt.wmv
Dateigröße: 2187 KB
 
 
... über Russencliquen und Integration 
 
 
Slava
Slawa: Ich bin ja fast hier aufgewachsen. In Kasachstan hab ich wenig mitgekriegt, denn da war ich bis zum siebten Lebensjahr. Da bin auch ehrlich gesagt froh drüber. Die haben echt hier viele Probleme, die hier hin kommen. Die müssen erst mal hier zurecht kommen.

Olesja: Die neuen Russen, die erst vor einem Jahr gekommen sind, werden gleich allen vorgestellt. Also hier ist deine russische Clique. Hier sind deine Kameraden. Man rutscht da rein und kommt da nicht mehr raus. Ich kann mir das aussuchen. Aber die können sich das nicht mehr aussuchen.
 
 
 
Medienprojekt Wuppertal 
 
 
Filme von Jugendlichen über Jugendliche
Die autobiografische Video-Dokumentation "Blinde Katze" wurde 2002 von jungen Erwachsenen aus der ehemaligen UDSSR produziert.

Eine Übersicht über alle Video-Produktionen findet ihr auf der Website des Medienprojekts Wuppertal. Dort sind alle Filme in voller Länge als VHS-Videos erhältlich.
Medienprojekt Wuppertal: Videoproduktionen

Das Medienprojekt Wuppertal konzipiert und realisiert seit 1992 erfolgreich Modellprojekte aktiver Jugendvideoarbeit unter dem Motto "das bestmögliche Video für das größtmögliche Publikum".

Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich das "Medienprojekt" zur größten und ambitioniertesten Jugendvideoproduktion in Deutschland. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14-28 Jahren werden (im Rahmen von pädagogischen Institutionen oder privat organisiert) produktorientiert bei ihren eigenen Videoproduktionen unterstützt, ihre Videos im Kino, in Schulen, Jugendeinrichtungen etc. präsentiert und als Bildungsmittel bundesweit vertrieben.
 
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