Station 3: Afrikas Begegnung mit Europa

Mit entscheidend für unsere Einstellung gegenüber Afrodeutschen ist Europas Bild von Afrika. Dieses hat sich im Zeitalter des Kolonialismus geprägt - als weiße "Herrenmenschen" die Wiege der Menscheit in Besitz nahmen.
 
 
 
Wer ist hier "zivilisiert"?
Europas Bild von Afrika hat sich im 19. Jahrhundert geprägt: Seitdem gilt der "Schwarze Kontinent" als wild, bedrohlich und unterentwickelt.

In der Tat haben Sklavenhandel und Kolonialismus bis heute Spuren in Afrika hinterlassen. Doch beginnt die Kulturgeschichte des drittgrößten Kontinents keineswegs erst mit der "Entdeckung" durch die Europäer. Vielmehr stand hier einst die Wiege der Menschheit.
 
Bekannt war Afrika den Europäern schon in der Antike. Systematisch für den Handel erschlossen wurde der Kontinent allerdings erst in der Moderne. Der Handel mit Gold und Elfenbein, später auch mit Sklaven, blühte. Afrikanische Kolonien versorgten Europas Großmächte mit Rohstoffen und billigen Arbeitskräften in Amerika.

Auch nach mehreren Jahrzehnten formaler Unabhängigkeit sowie nach dem Ende des Apartheid-Regimes in Südafrika sind die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Afrika alles andere als stabil. Die meisten afrikanischen Staaten sind arm und gehören zu den Ländern der so genannten Dritten Welt.

Neben den sozialpolitischen Folgen des Kolonialismus sind ein rasantes Bevölkerungswachstum, stetig wiederkehrende Hungerkatastrophen und in neuerer Zeit das tödliche Aids-Virus für die anhaltende Unterentwicklung des "Schwarzen Kontinents" verantwortlich.
An Afrikas Misere konnten auch Industrialisierung und Entwicklungshilfe, die von den europäischen Staaten nicht zuletzt aus kolonialer Verantwortung heraus geleistet wird, bis heute nur wenig ändern.

 
 
Hier könnt ihr euch genauer informieren: 
 
Nach der Errichtung von Handelsstationen an der afrikanischen Küste setzte ein schwungvoller Handel ein - erst mit wertvollen Bodenschätzen und Naturprodukten, später mit Sklaven.
 
Missionare und Forscher entdeckten zu Beginn des 19. Jahrhunderts das afrikanische Landesinnere. Wenig später begann der Wettlauf der europäischen Großmächte um Kolonien in Afrika.
 
In der Video-Produktion "DiasporAfro" des Medien-Projekts Wuppertal erzählen afrodeutsche Jugendliche von ihren Erfahrungen als Schwarze im deutschen Alltag und ihrem Verhältnis zu ihren afrikanischen Wurzeln. Hier könnt ihr die Interviews als Kurzvideos ansehen oder auch nachlesen.
 
 
Linktipps 
 
Die schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA - Infos und Links zu Persönlichkeiten und gesellschaftlichen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten im Exil-Club-Themenbereich "Buntes Amerika".
 
 
Informationen und Links zum Thema Afrika bei ratgeber-afrika.de
 
 
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