 |  |  |  | | Plakat über hingerichtete Zwangsarbeiter |  |
|  | Die Zwangsarbeiter mussten die verschiedensten Arbeiten verrichten, um die ausgefallenen deutschen Arbeitskräfte, die als Soldaten eingezogen wurden, zu ersetzen. Polnische Zwangsarbeiter hatten wie die aus anderen besetzten Ländern Osteuropas einen besonders schlechten Stand. Ihre Arbeitskraft wurde systematisch ausgebeutet, ihre totale Erschöpfung und ihr Tod in Kauf genommen. Erst in den vergangenen Jahren ist die Opfergruppe der Zwangsarbeiter stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt.
Nach Kriegsende gingen die meisten Zwangsarbeiter, die jetzt "Displaced Persons" (Verschleppte) genannt wurden, zurück in ihre Herkunftsländer. Weil Polen bereits unter dem Einfluss der sowjetischen Besatzung stand, wollten aber viele Polen aus den Westzonen nicht heimkehren, während sie aus der Sowjetischen Besatzungszone zwangsweise "repatriiert" wurden. Rund 100 000 Polen lebten deshalb noch in den Fünfzigerjahren in der Bundesrepublik Deutschland. Viele von ihnen waren politisch aktiv und versuchten, Exilarbeit gegen das kommunistische Regime in Warschau zu leisten. Diese Arbeit zeigte wenig Erfolg und mit den Jahren wurde es um die polnischen Exilanten immer stiller. |