Station 1: Thomas Mann im Exil

Von zögerlichem Taktieren zu beherztem Engagement - die Entwicklung von Thomas Manns Einstellung zum Nationalsozialismus.
 
 
 
Thomas Mann
Die Haltung, die Thomas Mann während der Weimarer Republik bis zum Ende des "Dritten Reiches" dem Nationalsozialismus gegenüber in der Öffentlichkeit vertritt, ist nicht immer so eindeutig wie bei einigen seiner Kollegen, die sich von den ersten Tagen der Nazi-Herrschaft an gegen Hitler und die "Kultur-Barbarei" wenden. Er hatte sich in den Jahrzehnten davor lange Zeit als national-konservativ, unpolitisch, monarchiefreundlich und antifranzösisch begriffen. Erst die zerbrechlichen Verhältnisse der Weimarer Republik ließen ihn das Bekenntnis zur modernen Demokratie und zur internationalen Verständigung ergreifen.

Obwohl er sich bereits 1921 öffentlich zu seiner Feindschaft gegen den "Hakenkreuz-Unfug" bekennt und 1933 aus einer Reihe von gleichgeschalteten Institutionen austritt, hält Thomas Mann jedoch bis 1936 größeren Abstand zu NS-kritischen Äußerungen, die "diese Tiere", wie es im Tagebuch heißt, reizen könnten. Erst danach, und vor allem nach der Übersiedlung in die USA, beginnt sein beherztes politisches Engagement gegen die Diktatur in Deutschland.
 
 
Hier könnt ihr euch genauer informieren: 
 
Warum zögert Thomas Mann so lange, bis er sich öffentlich gegen die Nationalsozialisten bekennt? Welche Konsequenzen hat dieses Zögern für ihn?
 
Erst im Jahre 1936 äußert sich Thomas Mann kritisch zum NS-Regime. Worin besteht seine Kritik und wie veröffentlicht er sie?
 
Thomas Mann verlässt Europa und siedelt in die USA über. Wie lebt und engagiert er sich in der neuen Heimat?
 
Der Roman "Doktor Faustus" ist der wohl politischste Roman Thomas Manns. Wie verarbeitet er seine Meinung zum Faschismus in der Literatur?
 
 
Quellentext 
 
Thomas Mann, der dem NS-Regime schon lange kritisch aber schweigsam gegenübergestanden hat, bezieht schließlich mit diesem Brief Anfang 1936 eindeutig Position.
 
 
Linktipps 
 
Eine Kurzbiografie von Thomas Mann mit weiterführenden Links im Exil-Club.
 
Der 50. Todestag ist für den S. Fischer Verlag Anlass, einen neuen Zugang zu Thomas Manns Leben und Werk im Internet anzubieten. Reichhaltiges Informationsangebot, aktuelle Hinweise und zahlreiche Austauschmöglichkeiten.
 
Die Seite des Thomas-Mann-Archivs Zürich mit virtuellem Rundgang, kurzem Lebenslauf und Links.
 
Die Seite des Lübecker Buddenbrookhauses mit der deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft.
 
 
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