Polen in Deutschland

Polen in Deutschland? Die meisten Deutschen denken hier spontan an Autodiebe und Zigarettenschmuggler, an Fliesenleger und Schlachter, Spargelstecher und Schwarzarbeiter. Kaum jemand weiß, dass in Deutschland etwa eine Million polnische Zuwanderer leben, die seit den Achtzigerjahren hierher gekommen und auch geblieben sind. Die Gruppe der Polen ist also immerhin fast halb so groß wie die der türkischen Zuwanderer.
 
 
 
 
Die große Mehrheit der in Deutschland lebenden Zuwanderer aus Polen sind Aussiedler, also Migranten, denen aufgrund ihrer deutschen Vorfahren die deutsche Staatsangehörigkeit zuerkannt wurde. Die Aussiedler aus Polen in den Achtzigerjahren kamen zum überwiegenden Teil mit einer ganz "polnischen" Biografie nach Deutschland. Sie sprachen beispielsweise nur polnisch. Neben den Aussiedlern sind auch polnische Staatsbürger langfristig über den "Eisernen Vorhang", die ehemalige Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland, zugewandert. Die Gruppe der Ausländer mit polnischer Staatsangehörigkeit zählt heute knapp 300 000 Menschen.

Nach der "Wende" im Jahr 1989, als es polnischen Migranten unmöglich gemacht wurde sich in Deutschland langfristig aufzuhalten, wanderten und wandern bis heute jährlich Hunderttausende Arbeitsmigranten in das westliche Nachbarland - sei es als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft oder als Beschäftigte im Baugewerbe, sei es als Grenzgänger in den deutsch-polnischen Grenzregionen oder als nicht legal beschäftigte "Arbeitstouristen".
 
Alle Stationen 
 
Über die verschiedenen Migrationen aus Polen kannst Du Dich in den folgenden Stationen informieren. Du findest interessante Informationen, historische Quellen, Interviews, Rätsel und Tipps für eine vertiefende Recherche. Zuwanderungen aus Polen gab es nicht erst in den letzten Jahren, ihrer Geschichte widmet sich die erste Station. In der letzten Station kannst Du Dich in verschiedenen Rätseln selbst testen, wie gut Du Polen und seine Menschen kennst.
 
 
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