|  | Hans und Sophie Scholl, ursprünglich überzeugt von der Volksgemeinschafts-Propaganda der Nazis, distanzierten sich bereits vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs allmählich vom NS-Regime.
1939 gründete Hans Scholl mit Kommilitonen die Widerstandsgruppe "Weise Rose", die bis 1943 mehrere Flugblätter in Universitätsstädten verteilt. Darin forderten die Autoren die deutschen Studenten als geistige Elite zur Überwindung der Nazi-Diktatur auf. Die Veröffentlichungen erregten beträchtliches Aufsehen und führten zu einer fieberhaften Fahndung nach den Urhebern. |
1943 wurden Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst beim Verteilen von Flugblättern in München gefasst. Vier Tage später wurden sie bereits hingerichtet, zum Tod verurteilt vom "Volksgerichtshof" Roland Freislers. In der Folgezeit wurden weitere Mitglieder der "Weißen Rose" verhaftet und ermordet. Kurzbiografie  | 22. September 1918 Hans Scholl wird in Ingersheim/Jagst geboren. |  | 9. Mai 1922: Sophie Scholl kommt in Forchtenberg/Kocher zur Welt. |  | 1933 Eintritt Hans Scholls in die Hitlerjugend. |  | Sophie Scholl wird Mitglied im BDM (Bund Deutscher Mädel). |  | 1937 Die Geschwister Scholl werden wegen Mitarbeit in der illegalen Bündischen Jugend für mehrere Wochen inhaftiert. |  | 1939 Hans Scholl studiert in München Medizin, lernt spätere Mitglieder der Weißen Rose kennen: Alexander Schmorell, Christoph Probst und Willi Graf. |  | 1942 Nach einer Kindergärtnerinnen-Ausbildung beginnt Sophie Scholl mit dem Studium der Biologie und Philosophie. |  | Mit Schmorell verfasst Hans Scholl die ersten vier Flugblätter der Weißen Rose Im Sommer 1942 Einberufung zum Kriegsdienst an der Ostfront. Sophie Scholl beteiligt sich an der Verbreitung der Flugblätter. |
 | Januar 1943: 5. Flugblatt der Weißen Rose unter Mitarbeit von Sophie Scholl und dem Münchener Professor Kurt Huber wird u.a. in München, Stuttgart, Berlin und Wien verteilt. |  | Februar 1943: Beim Verteilen von Flugblättern an der Münchener Universität werden Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst verhaftet. |  | 22. Februar 1943: Die Geschwister Scholl und Christoph Probst werden vor dem "Volksgerichtshof" unter Vorsitz von Roland Freisler zum Tod verurteilt und noch am gleichen Tag hingerichtet. |
Linktipps  | Homepage Martin Weidenfelder (ev. Diakon u. Fortbildungsrefernt): Ausführliches Porträt der Geschwister Scholl, Auszüge aus Flugblättern der Weißen Rose, Versuch, die persönliche Motivation der Geschwister Scholl zu beleuchten, Literaturtipps.
|  | |  | Lebendiges virtuelles Museum online (LeMo): Detaillierte Kurzbiografien der Geschwister Scholl, zahlreiche Querverweise und Links.
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