Ödön von Horváth

Ödön von Horvath warnte in seinen Stücken schon früh vor den Gefahren des Faschismus. Nach Hitlers Machtergreifung floh er nach Paris.
 
 
 
Ödön von Horvath 1901-1938
"Man wirft mir vor, ich sei zu derb, ekelhaft, zu unheimlich, zu zynisch - und man übersieht dabei, dass ich doch kein anderes Bestreben habe, als die Welt zu schildern, wie sie halt leider ist."

Ödön von Horvaths ist einer der meistgespielten Dramatiker. Die Stücke des Autors erleben einen anhaltenden Boom, Romane wie "Jugend ohne Gott" und "Ein Kind unserer Zeit" sind zu Klassikern der Schullektüre geworden.

Berühmt wurde er zu Beginn der 30er-Jahre mit seinen "Volksstücken", in denen eine melancholische Grundstimmung herrscht.
 
Kurzbiografie 
 
9. Dezember 1901 Ödön von Horváth wird im damals ungarischen Fiume (heute: Rijeka, Kroatien) geboren.
 
1907-1924 Schulbesuch in Budapest, Wien und München. Anschließend Studium der Germanistik an der Universität München.
 
1927 Horváth warnt in seinen Stücken vor den Gefahren des Faschismus, da die nationalsozialistsche Partei NSDAP immer stärker wird.
 
1931 Uraufführung der bedeutendsten Theaterstücke Horváths - "Italienische Nacht" und "Geschichten aus dem Wienerwald" - in Berlin.
Horváth erhält für "Geschichten aus dem Wienerwald" den Kleist-Preis.
 
1933-1938 Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigriert Horváth nach Wien.
 
1937 Veröffentlichung des Romans "Jugend ohne Gott", der sich gegen die Diktatur richtet.
 
1938 Nach dem "Anschluss" Österreichs emigriert Horváth nach Paris.
Veröffentlichung des Romans "Ein Kind unserer Zeit" in Amsterdam und New York.
 
1. Juni 1938 Ödön von Horváth wird in Paris während eines Gewitters von einem Ast erschlagen.
 
 
Linktipps 
 
Eine Sammlung von Unterrichtsmaterialien und Inhaltsangaben zu Werken von Ödön von Horváth zusammengestellt von Klaus Dautel.
 
 
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