Jürgen Fuchs

Auf der Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung versucht sich Fuchs schon früh als Schriftsteller und verfasst Gedichte und Kurzprosa.
 
 
 
Jürgen Fuchs 1950-1999
Geprägt von Autoren wie Dostojewski, Böll und Borchert glaubt Fuchs an eine Symbiose von Literatur und Politik. Dementsprechend bindet er die Realität immer wieder in seine Lyrik ein.

Wie viele Künstler der DDR, die gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann protestiert haben, wird auch Fuchs inhaftiert bis er 1977 ebenfalls ausgebürgert wird. Er wird mit seiner Familie nach West-Berlin abgeschoben.

In den folgenden Jahren setzt er sich immer wieder mit dem DDR-Regime auseinander. Das Schreiben wird somit zu einer Art Überlebensstrategie, die ihm hilft, Ereignisse zu verarbeiten, wie z.B. in zwei Büchern über die Nationale Volksarmee.
 
Kurzbiografie 
 
19. Dezember 1950 Jürgen Fuchs wird in Reichenbach (Vogtland) geboren.
 
Abitur, Facharbeiterabschluss bei der Reichsbahn; Studium der Sozialpsychologie in Jena.
 
1973 Eintritt in die SED.
 
Fuchs schreibt Prosa und Gedichte, hält Lesungen mit kritischen Texten zur Militarisierung der DDR.
 
1975 Fuchs wird aus der SED ausgeschlossen.
 
1976 Fuchs protestiert gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann, Untersuchungshaft im Gefängnissen des Staatssicherheitsdienstes.
 
1977 nach der Ausbürgerung aus der DDR arbeitet Fuchs als Autor in West-Berlin.
 
bis 1989 Fuchs fungiert als Kontaktperson für die DDR-Opposition.
 
1992/93 Mitarbeiter des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.
 
1994 als Psychologe Mitarbeiter in einem Beratungszentrum in Berlin.
 
9. Mai 1999 Jürgen Fuchs stirbt in Berlin.
 
 
Linktipps 
 
Homepage über den gesellschaftskritischen Schriftsteller, der schon früh ins Visier der DDR-Staatssicherheit geriet. Eine Arbeit für den Exil-Club-Wettbewerb 2002.
 
Hier finden sich eine kurze Beschreibung des Lebens von Jürgen Fuchs sowie weitereführende Links.
 
 
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