 |  | "Wie ich, Hilde Domin, die Augen öffnete, die verweinten, in jenem Hause am Rande der Welt, wo der Pfeffer wächst, der Zucker und die Mangobäume, aber die Rose schwer, und Äpfel, Weizen, Birken gar nicht, ich verwaist und vertrieben, da stand ich auf und ging heim, in das Wort." |  |
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|  | Aufgewachsen in Köln, flüchtet Hilde Domin mit ihrem Lebensgefährten 1939 über England in die Dominikanische Republik, als die noch kein Urlaubspardies, sondern Fluchtort einiger intellektueller Deutscher war. Nach ihrer Rückkehr aus dem Exil findet sie die (Heimat-) Sprache wieder und avanciert zu einer der bedeutendsten Nachkriegs-Lyrikerinnen.
Hilde Domin wuchs in jüdisch-großbürgerlichen Verhältnissen auf. Ihre Mutter war ausgebildete Opernsängerin, trat jedoch nicht öffentlich auf. Aus Bewunderung für ihren Vater, einem Rechtsanwalt, studierte Hilde Domin nach dem Abitur zunächst Jura, danach Nationalökonomie, Soziologie und Philosophie in Heidelberg, Köln und Berlin. Ihre Lehrer waren u.a. Karl Jaspers und Karl Mannheim.
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Kurzbiografie  | 27. Juli 1909 Hilde Domin wird in Köln geboren. |  | 1929 - 1932 Studium in Heidelberg, Köln und Bonn (zunächst Jura, später Nationalökonomische Theorie, Soziologie und Philosophie) |  | 1932 Emigration mit ihrem späteren Mann Walter Palm nach Rom |  | 1935 Promotion in Florenz über "Pontanus als Vorläufer von Macchiavelli" |  | 1939 Flucht nach England; dort unterrichtete sie bis 1940 als Sprachlehrerin am St. Aldyn’s College. |  | 1940 Übersiedlung in die Dominikanische Republik; dort als Übersetzerin und Architekturfotografin tätig. |  | 1954 Rückkehr nach Deutschland. Hilde Palm nennt sich in Hilde Domin (von Santo Domingo) um. |  | 1957-1959 Veröffentlichung zahlreicher Gedichte in Zeitschriften |
 | 1960 Umzug nach Heidelberg; Mitglied des PEN-Clubs und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt) |  | 1983 Domin erhält das Bundesverdienstkreuz I. Klasse |  | 1995 Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung |  | 1999 Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen |
Linktipps  | Anläßlich einer Lesereise war Domin Gast in der Nürnberger Buchhandlung Edelmann und sprach in Fürth mit Schülern des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums. Ein Gespräch mit der Dichterin über Literatur, Sprache und die Erfahrungen im Exil. |  | Außerhalb jeder Regel - Marcel Reich-Ranickis Laudatio auf Hilde Domin anlässlich der Preisverleihung der Konrad-Adenauer-Stiftung.
|  | Zahlreiche Gedichte von Hilde Domin online zur Verfügung gestellt. |
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