|  | Aufgewachsen in Czernowitz, Hauptstadt der damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Bukowina, wandert Rose Ausländer zweimal in die USA aus, wo sie sich als Bankangestellte finanziell über Wasser hält. Gleichzeitig publiziert sie als Journalistin und Schriftstellerin.
Ausgerechnet im Jahr des Kriegsausbruchs 1939 kehrt sie jedoch in ihre Geburtsstadt zurück, um ihre schwerkranke Mutter zu pflegen und wird 1941 nach der Besetzung der Stadt durch deutsche Truppen ins Ghetto gebracht, wo sie den jungen Paul Celan kennenlernt.
Nach Wanderjahren quer durch Europa wird Düsseldorf schließlich ihre Wahlheimat. Ihren Lebensabend verbringt sie dort im Nelly Sachs-Altersheim der jüdischen Gemeinde. |
Kurzbiografie  | 11. Mai 1907 Rose Ausländer, eigentlich Rosalie Scherzer, wird als Kind jüdischer Eltern in Czernowitz (Bukowina) geboren |  | 1919 Beginn des Studiums der Literatur und Philosophie, Abbruch nach einem Jahr |  | 1921 Auswanderung nach New York, Arbeit als Bankangestellte und Journalistin |  | Veröffentlichung erster Gedichte im "Amerika-Herold-Kalender" |  | 1926/27 Der Zyklus "New York" erscheint (Sprache der Neuen Sachlichkeit) |  | 1931 Rückkehr nach Czernowitz aus Sorge um die kranke Mutter, Arbeit als Redakteurin und Englischlehrerin |  | 1939 "Der Regenbogen" erscheint und wird von den Nationalsozialisten verboten |  | 1941 Ausländer wird mit ihrer Mutter und ihrem Bruder ins Ghetto deportiert, Bekanntschaft mit Paul Celan |
 | 1946 Ausländer ghet wieder nach New York, psychisch und physisch gebrochen, nach dem Verlust der geografischen Heimat findet Ausländer Zuflucht in der Sprache, ihrer Dichtung |  | 1948 Erhalt der amerikanischen Staatsbürgerschaft, Arbeit in einer Spedition |  | 1965 Der zweite Gedichtband "Blinder Sommer" wird veröffentlicht. Umzug nach Düsseldorf. |  | Erscheinen folgender Publikationen: "36 Gerechte" (1967), "Mutterland" (1978), "Im Atemhaus wohnen" (1981) |  | 1980 Gandersheimer Literaturpreis |  | 1984 Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste |  | 3. Januar 1988 Rose Ausländer stirbt im Nelly-Sachs-Altenheim derjüdischen Gemeinde in Düsseldorf. |
Linktipps  | Die Stiftung betreut den Nachlass von Rose Ausländer, der Eigentum der Stadt Düsseldorf ist und dort im Heinrich-Heine-Institut aufbewahrt wird. Zahlreiche Materialien zu Leben und Werk. |  | Zahlreiche Gedichte von Rose Ausländer online, Informationen zu Person, Leben und Werk. |
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