Billy Wilder

Der jüdische Filmregisseur begann seine Karriere bei der UFA, wo er das Drehbuch zu Erich Kästners Roman "Emil und die Detektive" schrieb.
 
 
 
Billy Wilder 1906-2002
Als Jude im nationalsozialistischen Regime zur Emigration gezwungen, hält sich Wilder mit Äußerungen zu den Vorgängen in Deutschland zurück, obwohl ein großer Teil seiner Familie verfolgt und schließlich in Auschwitz umgebracht wird. Allein der Film "Five Graves to Cairo", einer im Zweiten Weltkrieg spielenden Spionagegeschichte, beinhaltet antinationalsozialistische Propaganda.

In den USA wird Billy Wilder zu den international populärsten und einflussreichsten Filmemachern der 60er und 70er Jahre.
 
Unvergesslich sind seine komödiantischen Arbeiten wie "Das verflixte siebte Jahr", "Manche Mögens heiß" oder "Küss mich Dummkopf". Das Komiker-Duo Jack Lemmon und Walter Matthau wurde dank der Inszenierungen von Wilder weltberühmt.

Wilder wurde für Filme wie "Das verlorene Wochenende", Zeugin der Anklage" oder "Das Appartement" mit zahlreichen Preisen des internationalen Films bedacht. 1986 nahm der vielfach ausgezeichnete Regisseur auch einen Oscar für sein Lebenswerk in Empfang. Der Leitspruch der Hollywood-Legende lautete: "Langweile Dich nicht und langweile andere nicht."
 
Kurzbiografie 
 
22. Juni 1906 Samuel Wilder wird als Sohn eines jüdischen Gastronoms in Sucha bei Krakau (heute: Krakow/Polen) geboren.
 
Juli 1914 Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges übersiedelt die Familie nach Wien.
 
1924 Abitur am Wiener Realgymnasium.
Beginn eines Jurastudiums, welches er noch im selben Jahr abbricht, um als Reporter bei dem Boulevardblatt "Die Stunde" zu arbeiten.
 
1929 Erste Arbeit als Drehbuchautor.  Nach dem Film "Menschen am Sonntag" Anstellung bei der Universum-Film AG (UFA).
1931 Drehbuch für "Emil und die Detektive".
 
28. Februar 1933 Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme emigriert Wilder nach Paris.
 
1934 Auf Einladung des Produzenten Joe May (1880-1954), für den er auch sein erstes US-Drehbuch schreibt, übersiedelt Wilder in die USA und wird bei der Columbia angestellt.
 
1936 Arbeit für die Paramount Studios. Wilder wird zu einem der gefragtesten und bestbezahltesten Drehbuchautoren in Hollywood.
 
1942 Erste Regiearbeit für den sehr erfolgreichen Film "The Major and the Minor".
 
1945 Wilder erhält für "Das verlorene Wochenende", die Oscars für die beste Regie und den besten Co.-Autor.
 
1950 Oscar für das Drehbuch zu "Sunset Boulevard".
 
1954 Wilder dreht seine erste große Komodie "Das verflixte siebte Jahr".
 
1958 "Manche mögen's heiß" mit Marylin Monroe und Tony Curtis in den Hauptrollen.
 
1962/63 "Das Mädchen Irma La Douce" mit Shirley MacLaine in einer Hauptrolle.
 
Nach 1963 sind Wilders Filme kaum noch erfolgreich. Der typische Wilder-Stil ist im Kino der 60er und 70er Jahre nicht mehr gefragt.
 
27. April 2002 Billy Wilder stirbt an den Folgen einer Lungenentzündung in Beverly Hills.
 
 
Linktipps 
 
Eine ausführliche Biografie mit weiterführenden Links bietet das "Lebendige virtuelle Museum online" (LeMo).
 
Eine kurze Biografie mit amüsanten Zitaten des Regisseurs.
 
 
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