|  | Klaus Mann wird in eine berühmte Familie hineingeboren. Sowohl sein Vater Thomas als auch sein Onkel Heinrich waren bereits berühmte Schriftsteller. Klaus Mann schreibt, diesen Vorbildern nacheifernd, bereits in den ersten Schuljahren kleine Gedichte, Szenen und Geschichten.
Mitte der zwanziger Jahre beginnt er erfolgreich, Kritiken, Studien und Kurzgeschichten in Zeitschriften zu veröffentlichen. |
Das Jahr 1933 bildet einen tiefen Einschnitt in seinem Leben. Er geht er ins Exil, erst nach Paris, dann nach Amsterdam und engagiert sich gegen den Faschismus und für ein demokratisches Europa.
Mann übt Kritik am Zögern der Westmächte, gegen Hitler rechtzeitig vorzugehen und warnt später vor dem Drang der USA, zur Weltmacht zu werden.
In der Berliner Gedenkstätte des deutschen Widerstandes im Bendler-Block sieht man auf einer Tafel drei deutsche Emigranten, die in den alliierten Armeen kämpften, sie standen und stehen für viele - bis heute: Stefan Heym, Konrad Wolf ... und Klaus Mann! Kurzbiografie  | 18. November 1906 Klaus Mann wird als Sohn des Schriftstellers Thomas Mann und dessen Frau Katia in München geboren. |  | Juni 1924 Umzug nach Berlin und Arbeit als Theaterkritiker. Beginn mit der Publikation von Kurzgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften. |  | 1925 In "Der fromme Tanz", einem der ersten Homosexuellen-Romane in der deutschen Literatur, bekennt sich Mann zu seiner Homosexualität, obwohl sie in der Weimarer Republik unter Strafe steht. |  | 1932 Veröffentlichung der Autobiografie "Kind dieser Zeit". |  | 1933 Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigriert er über Amsterdam, Zürich und Prag nach Paris, wo er zum Repräsentanten der Exil-Autoren wird. Fast die gesamte Familie Mann lebt im Exil. |  | 1933-1935 Herausgabe der Exilzeitschrift "Die Sammlung" in Amsterdam. Klaus Mann versucht eine einheitliche "antifaschistische Front" herbeizuführen, um das NS-Regime wirkungsvoll zu bekämpfen. |  | 1934 Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft. |  | 1936 "Mephisto" erscheint in Amsterdam. Anhand einer Künstlerkarriere zeigt Mann die Verstrickung der Intellektuellen und Künstler mit dem NS-Regime auf. Die Hauptfigur ähnelt stark dem in Deutschland erfolgreichen Gustaf Gründgens. |
 | 1937 Annahme der tschechischen Staatsbürgerschaft. |  | 1938 Auswanderung in die USA aus, wo sich auch seine Eltern aufhalten. |  | 1939 "Der Vulkan. Roman unter Emigranten" dokumentiert die unterschiedlichen Exil-Schicksale. |  | April 1942 Meldung zur US-Army, um gegen das NS-Regime zu kämpfen. |  | 25. September 1943 Erhalt der amerikanischen Staatsbürgerschaft. |  | 1944/45 Mann wird in Casablanca und in Italien in der psychologischen Kriegführung eingesetzt: Er schreibt Flugblätter und verfasst Texte für Radiosender, mit denen die gegnerischen Soldaten zur Aufgabe und zum Überlaufen aufgefordert werden. |  | Mai/Juni 1945 Rückkehr nach Deutschland als Korrespondent der Armeezeitung "The Stars and Stripes". |
 | 22. Mai 1949 Klaus Mann stirbt in Cannes an einer Überdosis Schlaftabletten. |  | 1956 "Mephisto" wird in der DDR veröffentlicht. |  | 1981 Der Rowohlt Taschenbuch Verlag bringt den Roman "Mephisto" heraus. |
Linktipps  | Eine Kurzbiografie und zahlreiche Querverweise mit ausführlichen Informationen bietet das "Lebendige virtuelle Museum online" (LeMo). |  | Eine ausführliche Linksammlung zu Klaus Mann zusammengestellt von der Universitätsbibliothek der FU Berlin. |  | Am 18. November 2006 wäre Klaus Mann 100 Jahre alt geworden. Unter dem Motto "Schreiben - einzige Möglichkeit der Erleichterung" finden ab diesem Zeitpunkt in Hamburg verschiedene Veranstaltungen statt, in deren Mittelpunkt Klaus Mann steht. |
 | Klaus Mann in der Themenstation "Familie Mann im Exil" im Exil-Club. |
|