Erich Kästner

Der Vater von Emil, Pünktchen und Anton wurde von den Nationalsozialisten verfolgt. Seine Werke fielen den Bücherverbrennungen zum Opfer.
 
 
 
Erich Kästner 1899-1974
Der Schriftsteller Erich Kästner wurde populär mit seinen Kinderbüchern aus der Zeit der Weimarer Republik. Unvergessen sind "Emil und die Detektive", "Pünktchen und Anton" und "Das fliegende Klassenzimmer".

Darüber hinaus wurde er bekannt mit satirischen Gedichten, die von alltäglichen Problemen erzählen und die pazifistische Haltung des Dichter offenbaren. In seinem Romanwerk beschäftigt er sich unter anderem mit dem Verfall der zeitgenössischen Gesellschaft an.

Nach dem Krieg mahnte er gegen das Vergessen an. 1957 erhielt Erich Kästner den Georg-Büchner-Preis, Deutschlands renommierteste Literaturauszeichnung.

Zeichnung von Judith Groot Bramel
 
Kurzbiografie 
 
23. Februar 1899 Erich Kästner wird in Dresden geboren.
 
1917 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, Rückkehr mit schwerem Herzleiden.
 
1919 Erste Gedichtveröffentlichungen in der Schülerzeitung des Gymnasiums, wo Kästner als Hospitant arbeitet.
Studienbeginn in Leipzig - später auch Rostock und Berlin - mit den Fächern Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theatergeschichte.
 
1925 Promotion mit dem Thema: Die Erwiderungen auf Friedrichs des Großen Schrift "De la littérature allemande".
 
1927 Umzug nach Berlin, Arbeit als Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen, unter anderem der pazifistischen "Weltbühne".
 
ab 1929 Veröffentlichung von Kinderromanen wie "Emil und die Detektive" (1929), "Pünktchen und Anton" (1931), "Der 35. Mai" (1931) und "Das fliegende Klassenzimmer" (1933). "Emil und die Detektive" wird in 24 Sprachen übersetzt und verfilmt.
 
1933 Verbot und Verbrennung verschiedener Arbeiten von Kästner durch die Nationalsozialisten: die Gedichtbände "Herz auf Taille" (1928), "Ein Mann gibt Auskunft" (1930), "Gesang zwischen den Stühlen" (1932) und sein satirischer Roman "Fabian" (1931). In diesen Büchern wendet sich Kästner gegen spießbürgerliche Moral, Militarismus und Faschismus.
Erstmalige Verhaftung von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo).
 
1942 Unter Pseudonym schreibt Kästner das Drehbuch für den Ufa-Jubiläumsfilm "Münchhausen".
Er erhält totales Schreibverbot durch die Nationalsozialisten.
Seine Romane "Drei Männer im Schnee" (1934), und "Georg und die Zwischenfälle" (1938) können nur im Ausland veröffentlicht werden.
 
1945 Gründung des literarischen Kabaretts "Die Schaubude" in München.
Feuilleton-Redakteur der "Neuen Zeitung" in München.
 
1949 Veröffentlichung von "Das doppelte Lottchen" und "Die Konferenz der Tiere".
 
1951-1962 Präsident des Westdeutschen PEN-Zentrums.
 
1956 Verleihung des Literaturpreises der Stadt München.
 
1959 Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz.
 
1970 Kästner erhält den kulturellen Ehrenpreis der Stadt München.
 
29. Juli 1974 Erich Kästner stirbt im Alter von 75 Jahren in München.
 
1999 Große Kästnerausstellung "Die Zeit fährt Auto. Erich Kästner zum 100. Geburtstag" in Berlin und München.
 
 
Linktipps 
 
Eine Kurzbiografie und zahlreiche Querverweise mit ausführlichen Informationen bietet das "Lebendige virtuelle Museum online" (LeMo).
 
Erich Kästner zum 100. Geburtstag. Eine Gemeinschaftsausstellung des Deutschen Historischen Museums und des Münchener Stadtmuseums.
 
Eine Seite des interaktiven Erich-Kästner-Museums in Dresden.
 
 
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