Erich Maria Remarque

Der Osnabrücker Schriftsteller Erich Maria Remarque schrieb in seinen Büchern gegen den Krieg und gegen Unterdrückung.
 
 
 
Erich Maria Remarque 1898-1970
Erich Maria Remarque erlangte mit seinem Roman "Im Westen nichts Neues" internationale Anerkennung. Darin verarbeitete er persönliche Erlebnisse und Erfahrungen im Ersten Weltkrieg.

Der Roman beschreibt die die Geschichte vom Leben und Sterben des 19jährigen Paul Bäumer und seinen Kameraden, die sich unter dem Einfluss ihres kriegsbegeisterten Klassenlehrers an die Front melden. Die realistische Darstellung spaltete das Publikum. Zum einen wurde der Roman direkt nach seinem Erscheinen im Jahre 1928 zu einem Massenerfolg, zum anderen wurde er besonders von den Nationalsozialisten, die in dem Buch eine Verunglimpfung des deutschen Soldaten sahen, heftig angegriffen und fiel schließlich den Bücherverbrennungen im Mai 1933 zum Opfer.
 
Kurzbiografie 
 
22. Juni 1898 Erich Maria Remarque (eigentlich Erich Paul Remark) wird als Sohn des katholischen Buchdruckers Peter Remark in Osnabrück geboren.
 
1916 Einberufung zur Armee; militärische Ausbildung in der Caprivi-Kaserne Osnabrück und in Celle.
 
ab 1918 Arbeit als Theater- und Konzertkritiker bei der "Osnabrücker Tageszeitung" tätig.
Veröffentlichung Gedichte und Kurzprosa.
 
1929 Welterfolg mit dem Roman "Im Westen nichts Neues", der das Tabu vom Heldentod der Soldaten bricht. In Deutschland löst der Roman heftige Kontroversen aus.
 
1930 Verfilmung von "Im Westen nichts Neues".
 
April 1932 Übersiedlung in die Schweiz.
 
10. Mai 1933 Im Zuge der von den Nationalsozialisten inszenierten Bücherverbrennung wird auch "Im Westen nichts Neues" aus öffentlichen Bibliotheken entfernt.
 
1938 Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft.
 
1939 Remarque emigriert in die USA.
 
1945 Nach dem Zweiten Weltkrieg lebt Remarque abwechselnd in New York und in Porto Ronco (Schweiz).
 
1947 Annahme der amerikanischen Staatsbürgerschaft.
 
1956 Veröffentlichung des Romans "Der schwarze Obelisk".
 
1967 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland.
 
25. September 1970 Erich Maria Remarque stirbt in Locarno.
 
 
Linktipps 
 
Kurzbiografie mit zahlreichen Querverweisen und Zusatzinformationen bietet das "Lebendige virtuelle Museum online" (LeMo).
 
Die große Seite des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums Osnabrück mit vielfältigen Informationen zu Leben und Werk des Autors.
 
Erich Maria Remarque-Projekt des Abtei-Gymnasiums Brauweiler  mit umfangreichen Materialien zum Roman und Spielfilm "Im Westen nichts Neues" und über den ersten Weltkrieg.
 
 
Unterrichtsvorschlag im Exil-Club zum Roman von  Erich Maria Remarque, mit Schwerpunkt auf dessen Rezeptionsgeschichte in der Weimarer Republik und der beginnenden NS-Diktatur.
 
 
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