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|  | Sally Perel hat wohl einer der ungewöhnlichsten Lebensgeschichten überhaupt. Als Jude geboren, überlebte er den Völkermord im Nationalsozialismus in der Uniform der Nazis. In dem autobiografischen Roman "Hitlerjunge Salomon" schildert Perel seine Erfahrungen und Erlebnisse im Dritten Reich.
Bis zu dem Ausrufen der "Nürnberger Rassengesetze" wuchs der im niedersächsichen Peine geborene Salomon als "ganz normaler deutscher Junge" auf. Dann folgte die Emigration nach Polen und schließlich die Flucht mit seinem Bruder nach Russland.
Der Abschied von seinen Eltern war prägend: Während der Vater ihn ermahnte, nie seine Herkunft zu vergessen, gab die Mutter ihm eine Art Befehl: "Du sollst leben!" |
Dass er den Wunsch des Vaters letztendlich ignorierte, rettete ihm das Leben. Denn als er in Russland der deutschen Wehrmacht in die Hände gefallen war, behauptete er, "Volksdeutscher" zu sein. Unter dem Namen "Jupp" trat er dann sogar in die Hitlerjugend ein.
Sally Perel setzt sich heute dafür ein, dass die Gräuel der Nazizeit nicht vergessen werden und veranstaltet immer noch Lesereisen in Schulen und anderen Institutionen. Kurzbiografie  | 21. April 1925 Salomon "Sally" Perel wird als Sohn jüdischer Eltern in Peine (Niedersachsen) geboren. |  | 1935 Perel muss aufgrund der Nürnberger Rassengesetze die Schule verlassen. Emigration nach Lodz (Polen). |  | 1939 Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen sollen alle Juden in ein Ghetto gebracht werden. |  | Dezember 1939 Sally und sein Bruder Isaak fliehen nach Russland. Sally kommt in ein Waisenhaus in Grodno. |  | 1941 Nach dem deutschen Angriff flieht Sally nach Minsk und fällt dort der deutschen Wehrmacht in die Hände. Er gibt sich als "Volksdeutscher" aus und wird nach einem Jahr bei der deutschen Wehrmacht an der Ostfront in eine HJ-Schule nach Braunschweig gebracht, wo er bis zum Kriegsende unter dem Namen Joseph Perjel bleibt. |  | Weihnachten 1943 Perel reist nach Lodz, um seine Eltern im Ghetto zu suchen. |  | Frühjahr 1945 Nach dem letzten Gefecht der HJ wird Sally von den Amerikanern gefangen genommen, allerdings nach zwei Tagen wieder frei gelassen. |  | 1948 Auswanderung nach Israel, wo Perel sich eine neue Existenz aufbaut. |
 | Mehr als vier Jahrzehnte nach seiner Rettung bei Kriegsende schildert er seine Erlebnisse als "jüdischer Hitlerjunge" in der Autobiographie "Ich war Hitlerjunge Salomon". |
Linktipps  | Die Biografie des jüdischen "Hitlerjungen Salomon" (*1925), der das "III. Reich" überlebte, weil er sich als "Volksdeutscher" ausgab. Ein Beitrag zum Wettbewerb des Exil-Clubs. |
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