Adelbert von Chamisso

Chamissos Lyrik stellt einen bedeutenden Beitrag zur Romantik dar. Berühmt wurde er durch das Kunstmärchen "Peter Schlemihls wundersame Geschichte".
 
 
 
Adelbert von Chamisso 1781-1838
Als Adliger in Frankreich geboren musste Adelbert von Chamisso vor der französischen Revolution nach Deutschland fliehen.

Er ist Namensgeber für den seit 1984 vergebenen Adelbert-von-Chamisso-Preis, mit dem Autoren
nichtdeutscher Herkunft und Muttersprache für für ihre Bereicherung und Entwicklung der deutschen Gegenwartsliteratur ausgezeichnet werden.
In Frage kommen sowohl Schriftsteller, die in Deutschland im Exil leb(t)en als auch Nachkommen der sogenannten "Arbeitsmigranten", also der in den 60er- und 7oer-Jahren nach Deutschland angeworbenen Arbeitskräfte. Preis und Förderpreis sind somit als Förderung der "Migrationsliteratur" zu verstehen.
 
In Chamissos Zeit schrieb Brentano vom Rhein und Heine von einem Wintermärchen. Jetzt schreiben Chamissos Nachfolger von vom Babylonwald und Türkische Märchen....
 
Kurzbiografie 
 
30. Januar 1781 Louis Charles Adélaïde de Chamisso de Boncourt wird auf Schloß Boncourt in der Champagne geboren.
 
1790 Die verarmte lothringische Adelsfamilie flieht vor der Französischen Revolution nach Deutschland. Das Schloss wird von Revolutionären zerstört.
 
1812-1815 Studium der Botanik und Medizin. In dieser Zeit entstand sein erstes großes Werk, "Peter Schlemihls wundersame Geschichte". Kontakt mit Uhland, Brentano und anderen Vertretern der deutschen Romantik.
 
1815-1818 Dreijährige Weltreise. Die dort gesammelten naturwissenschaftlichen Ergebnisse legt er 1821 in seinen "Bemerkungen und Ansichten einer Entdeckungsreise" nieder.
 
1832-1838 Gemeinsam mit Gustav Schwab gibt er den "Deutschen Musenalmanach" heraus.
 
21. August 1838 Adelbert von Chamisso stirbt in Berlin.
 
 
Linktipps 
 
Ausführliche Biografie zu Leben und Werk des Dichters.
 
Erläuterungen zum Chamisso-Preis, Liste der Preisträger und weiterführende Links zum Thema Migrationsliteratur.
 
Chamissos Erzählung bei gutenberg.de:  ein romantisches Kunstmärchen mit autobiografischen Bezügen
 
 
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