Station 2: Massenauswanderung

200.000 Deutsche wanderten im Laufe des 18. Jahrhunderts nach Amerika aus. Die meisten von ihnen stammten aus Südwestdeutschland und kamen nach Pennsylvania.
 
 
 
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Klick zum vergrößernReisebericht Gottlieb Mittelbergers
Den Beginn der deutschen Massenauswanderung nach Amerika markierten 13.000 Pfälzer, die sich im Frühjahr 1709 auf den Weg in eine ungewisse Zukunft machten. Eine regelrechte Auswanderungswelle folgte in den Jahren 1749 bis 1754, als allein 37.000 Deutsche nach Pennsylvania auswanderten.

Da in den amerikanischen Kolonien von Beginn an ein hoher Bedarf an Arbeitskräften und Siedlern bestand, waren Einwanderer aus Europa sehr willkommen. In zahlreichen Besiedlungsprojekten wurden vor allem Protestanten aus England, Deutschland und den Niederlanden angeworben. Diese entschlossen sich dann zur Auswanderung, wenn sich die Vorteile der Neuen Welt und schlechte Lebensbedingungen in der Heimat zu einem Bündel von Motiven ergänzten.

Die stetig steigende Zahl auswanderungswilliger Deutscher führte zu einer massenhaften Auswanderungswelle in den Jahren 1749 bis 1754. Denn in dieser Zeit ließen England und Frankreich
 
ihren gegenseitigen Kampf um die Kolonien ruhen. So konnte der Atlantik ohne die Gefahr von Überfällen überquert werden.

Was veranlasste diese Deutschen, ihre Heimat aufzugeben und die äußerst beschwerliche und kostspielige Reise über den Atlantik auf sich zu nehmen? Welche Vorstellungen hatten die Auswanderer vom Leben in der Neuen Welt und was erwartete sie tatsächlich in Amerika?
 
 
Quellentext
 
Über seine "Reise nach Pennsylvanien im Jahr 1750" verfasste der schwäbische Schulmeister und Organist Gottlieb Mittelberger 1756 einen ausführlichen Reisebericht. Darin beschreibt der Autor aus eigener Beobachtung das Elend während der Überfahrt und bei der Ankunft in Amerika.
 
 
Linktipps 
 
Songtexte von Liedern deutscher Amerikaauswanderer, die die unterschiedlichen Motive für die Emigration verdeutlichen.
 
In Briefen an ihre Angehoerigen in der alten Heimat berichten deutsche Amerikaauswanderer von ihren Erfahrungen im "gelobten Land", von Enttaeuschungen und Erfolgen, Heimweh und neuen Freunden.
 
 
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