Station 3: Bücherverbrennung

Zwischen März und Juni 1933 finden im Rahmen der NS-Kampagne "Wider den undeutschen Geist" in deutschen Universitätsstädten öffentliche Bücherverbrennungen statt. Ihren Höhepunkt erreichen diese Aktionen am 10. Mai 1933
 
 
Der nationalsozialistischen Führung genügt es nicht, die politische Opposition und die kritische Presse auszuschalten. Sie verspricht eine "geistige Erneuerung" der deutschen Kunst und Literatur.

Nationalsozialistische Studenten "säubern" mit Hilfe von "Schwarzen Listen" öffentliche und private Bibliotheken. In öffentlichen Inszenierungen werden unter anderem Werke von Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich Mann, Erich-Maria Remarque, Kurt Tucholsky und Stefan Zweig verbrannt. Künstler und Autoren, deren Ansichten und Werke nicht ins NS-Weltbild passen, erhalten Berufsverbot.
 
 
Bücherverbrennung 1933
Unheimliche Inszenierungen
Nächtliche Versammlungen, lodernde Flammen, markige "Feuersprüche", verbotene Literatur auf riesigen Scheiterhaufen - die Bücherverbrennungen 1933 wurden mit theatralischen Mitteln in Szene gesetzt. Mit Bildern aus dem finsteren Mittelalter dokumentierte das Regime den "Aufbruch" in eine "neue Zeit".

Bücherverbrennung als Propaganda-Inszenierung: Wie verkauft man Verfolgung und Zensur?
Unheimliche Inszenierungen
 
 
"Verbrannte" Autoren
"Geistige Erneuerung"
Seinen Feldzug gegen moderne Literatur, kritische Schriften, pazifistische Veröffentlichungen und jüdische Autoren verkaufte das Regime als "geistige Erneuerung der deutschen Kunst und Kultur".

Warum aber erhielten Schriftsteller wie Erich Kästner (Emil und die Detektive) Berufsverbot? Warum wurden Einsteins Schriften verbrannt? Und womit beschäftigte sich wohl "gute" Nazi-Literatur?
"Geistige Erneuerung"
 
 
brennende Bücher
"Verbrennt mich!": Literatur und Zensur
"Verbrennt mich", forderte 1933 ein deutscher Schriftsteller aus Protest.

Von der Antike bis heute ist Literatur immer wieder zensiert und verboten worden.
Warum bekämpfen nicht nur totalitäre Diktaturen unabhängig denkende Schriftsteller und Journalisten? Was macht Bücher so gefährlich?
Literatur und Zensur
 
 
"Damit kein Gras über die Geschichte wächst"
Erinnerung als Provokation
Wie kann die Erinnerung an Zensur und Verfolgung lebendig gehalten werden?
Mit oft unauffälligen - Gedenktafeln? Mit Mahnmalen? Mit Veranstaltungen?

Eine Antwort auf diese Fragen suchen politisch interessierte KünstlerInnen seit Jahren mit Aktionen, Installationen und Happenings.

Erinnerung als Provokation

 
 
Schulprojekte im Exil-Club
Mach mit: Recherchieren und erinnern
Schülerinnen und Schüler erinnern an die Bücherverbrennungen 1933.

Recherchiert selbst! Geht auf Spurensuche! Eure Ergebnisse könnt ihr selbst im Exil-Club veröffentlichen.
Tipps und Hinweise dazu findet ihr hier:
Mach mit - recherchieren und dokumentieren
 
Hier geht es weiter
 
 
 
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