Station 3: Bücherverbrennung Der nationalsozialistischen Führung genügt es nicht, die politische Opposition und die kritische Presse auszuschalten. Sie verspricht eine "geistige Erneuerung" der deutschen Kunst und Literatur.
Nationalsozialistische Studenten "säubern" mit Hilfe von "Schwarzen Listen" öffentliche und private Bibliotheken. In öffentlichen Inszenierungen werden unter anderem Werke von Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich Mann, Erich-Maria Remarque, Kurt Tucholsky und Stefan Zweig verbrannt. Künstler und Autoren, deren Ansichten und Werke nicht ins NS-Weltbild passen, erhalten Berufsverbot. |  | Unheimliche Inszenierungen Nächtliche Versammlungen, lodernde Flammen, markige "Feuersprüche", verbotene Literatur auf riesigen Scheiterhaufen - die Bücherverbrennungen 1933 wurden mit theatralischen Mitteln in Szene gesetzt. Mit Bildern aus dem finsteren Mittelalter dokumentierte das Regime den "Aufbruch" in eine "neue Zeit". Bücherverbrennung als Propaganda-Inszenierung: Wie verkauft man Verfolgung und Zensur? Unheimliche Inszenierungen |
|  | "Geistige Erneuerung" Seinen Feldzug gegen moderne Literatur, kritische Schriften, pazifistische Veröffentlichungen und jüdische Autoren verkaufte das Regime als "geistige Erneuerung der deutschen Kunst und Kultur". Warum aber erhielten Schriftsteller wie Erich Kästner (Emil und die Detektive) Berufsverbot? Warum wurden Einsteins Schriften verbrannt? Und womit beschäftigte sich wohl "gute" Nazi-Literatur? "Geistige Erneuerung" |
|  | "Verbrennt mich!": Literatur und Zensur "Verbrennt mich", forderte 1933 ein deutscher Schriftsteller aus Protest. Von der Antike bis heute ist Literatur immer wieder zensiert und verboten worden. Warum bekämpfen nicht nur totalitäre Diktaturen unabhängig denkende Schriftsteller und Journalisten? Was macht Bücher so gefährlich? Literatur und Zensur |
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