|  | In der literarischen Welt wurde sie gefeiert, die Gesellschaft mochte ihre provozierende Suche nach Freiheit und innerer Wahrhaftigkeit nicht ertragen. Selbst im exaltierten Berlin der Weimarer Republik galt sie Paradiesvogel. Ihr unkonventioneller Lebensstil wird kritisiert und parodiert. Else spaziert z.B. als Prinz verkleidet durch Berlin oder tritt bei Lesungen als Flötenspielerin auf. |
Als Nazi-Mob sie auf offener Straße verprügelt, geht sie in die Schweiz ins Exil, später nach Jerusalem, wo die vielleicht größte Künstlerin der deutschen Sprache völlig verarmt stirbt. Doch ihre poetische Kraft hat Else Lasker-Schüler auch im Exil nicht verlassen. Kurzbiografie  | 1869 am 11. Februar Geburt in Elberfeld (heute Wuppertal) als Tochter einer jüdischen Großbürgerfamilie |  | 1894 Heirat mit dem Arzt Berthold Lasker, Umzug nach Berlin |  | 1899 erste Gedichte in der Zeitschrift "Die Gesellschaft" |  | 1903 Scheidung, Freundschaft mit Gottfried Benn Heirat mit dem Schriftsteller und Verleger Herwarth Walden (1878-1941) |  | 1907 "Die Nächte der Tino von Bagdad" (Orientalische Geschichten) |  | 1909 Schauspiel "Die Wupper", erst 1919 in Berlin uraufgeführt |  | "Meine Wunder" (Gedichte): zentrales Thema ist die Liebe Else Lasker-Schüler wird zur führenden literarischen Repräsentantin des Expressionismus, leidet aber unter ständiger Armut und ist auf Unterstützung durch Freunde angewiesen.
|  | 1914 "Prinz von Theben" (Gedichte) |
 | 1919-1927 Gedichtbände, Prosatexte |  | 1925 Streitschrift "Ich räume auf" - Kritik des zeitgenössischen Literaturbetriebs |  | 1927 Tod des Sohnes Paul, weitgehender Rückzug aus der Öffentlichkeit |  | 1932 Kleist-Preis für das Gesamtwerk, Artur Aronymus und seine Väter (Schauspiel, Uraufführung 1936 in der Schweiz) |  | 1933 Emigration in die Schweiz, nachdem sie in Berlin auf der Straße tätlich angegriffen wird. Mehrere Palästina-Reisen |  | 1939 Ausbruch des 2. Weltkriegs, die Rückkehr aus Palästina in die Schweiz ist nicht mehr möglich. |  | 1940 - 41 "IchundIch" (Tragödie, Uraufführung erst 1979), das erste Werk mit aktuellem politischen Zeitbezug |
 | 1943 "Mein blaues Klavier" (Gedichte) wird in Jerusalem veröffentlicht |  | 22. Januar 1945 Tod in Jerusalem |
Linktipps  | Tabellarische Kurzbiografie, literarische Querverweise |  | Anspruchsvolle, dennoch witzige Schüler-Homepage, subjektive und satirische Annäherungen an ELS, Leseproben |  | Umfangreiche ELS-Gedichtauswahl im Internet |  | Lasker-Schüler-Gedichte im Archiv der ELS-Website sowie zahlreiche Artikel über Leben, Werk und Bedeutung der Dichterin |
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