|  | Für skandinavische Zeitungen berichtete Brandt von den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Er war Regierender Bürgermeister von (West-)Berlin, als 1963 die Mauer errichtet wurde. Als Bundeskanzler leitete er - gegen große Widerstände in der deutschen Politik - mit den Ostverträgen eine Phase der Entspannung im Kalten Krieg ein. Innenpolitisch verlangte Brandt - als Reaktion auf die Außerparlamentarische Opposition der 68er-Bewegung - "mehr Demokratie (zu) wagen". |
Für die Menschen in der DDR wurde Brandt zum Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft, mehr Freiheiten und Bürgerrechte. Wenige Jahre vor seinem Tod erlebte er die Wiedervereinigung des geteilten Deutschland - ein Ergebnis seiner Politik. Kurzbiografie  | 1913 am 18. Dezember Geburt in Lübeck als Herbert Frahm |  | 1929 Aktives Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) |  | 1930 Eintritt in die SPD |  | 1931 Wechsel zur Sozialistische Arbeiterpartei (SAP)
|  | 1933 Flucht über Dänemark nach Norwegen, Geschichtsstudium und journalistische Tätigkeit
|  | 1936 Untergrundarbeit für die SAP in Berlin |  | 1937 politischer Beobachter und Berichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg |  | 1940 Flucht nach Schweden, Norwegische Staatsbürgerschaft im Exil |
 | 1945-46 Berichterstattung von den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen als Korrespondent skandinavischer Zeitungen
|  | 1948 Wiederanahme der deutschen Staatsbürgerschaft, Mitglied im Berliner SPD-Parteivorstand |  | 1949-57 Bundestagsabgeordneter |  | 1957-66 Regierender Bürgermeister von Berlin |  | 1961 und 65 SPD-Kanzlerkandidat |  | 1966-69 Außenminister und Vizekanzler der Großen Koalition |  | 1969 Bundeskanzler der Sozialliberalen Koalition |
 | 1970 Entspannungspolitik: Unterzeichnung der Ostverträge in Moskau und Warschau |  | 1971 Friedensnobelpreis |  | 1973 Brandt reist als erster deutscher Bundeskanzler nach Israel |  | 1974 Rücktritt, nachdem ein enger Mitarbeiter als DDR-Spion enttarnt wird |  | 1976-92 Präsident der Sozialistischen Internationale |  | 1989 Fall der Berliner Mauer |  | 8. Oktober 1992 Tod in Unkel am Rhein
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